Denkt die Wirtschaft zu kurzfristig?

  • Freitag, 1. Juni 2018, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 1. Juni 2018, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Freitag, 1. Juni 2018, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Unternehmen eilen von Quartalsabschluss zu Quartalsabschluss. Aktien wechseln schnell den Besitzer. Immobilien und Firmen werden übernommen und wieder abgestossen, Arbeitsverträge oft befristet ausgestellt. Denkt die Wirtschaft zu kurzfristig? Sind die Anleger nur noch auf schnellen Gewinn aus?

Das «Shareholder-Value»-Denken seit den 1990er Jahren und die Bankenkrise haben in den Köpfen Spuren hinterlassen. Das Tun vieler Manager sei ausschliesslich auf den Dreiklang von schnellen Gewinnen, nächstem Quartalsergebnis und Jahresbonus ausgerichtet, ist sogar in der Wirtschaftspresse zu lesen.

Über den Nutzen und die Gefahren kurzfristigen Denkens in der Wirtschaft und auf dessen Auswirkung auf die Menschen diskutieren in «Kontext» Antoinette Hunziker-Ebneter, Verwaltungsratspräsidentin der Berner Kantonalbank und ehemalige Chefin der Schweizer Börse, Monika Bütler, Professorin für Volkswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen, und Mathias Binswanger, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule Nordwestschweiz. Das Gespräch leitet Raphael Zehnder.

Beiträge

  • «Auf lange Sicht sind wir alle tot! Und dann?»

    Vor allem in der Mite des 20. Jahrhunderts waren langfristige Prognosen für Wirtschaft und Gesellschaft populär. Konservative und Liberale verhiessen, der Wohlstandsgesellschaft werde bald die Überflussgesellschaft folgen.

    Die Sozialdemokratie hoffte auf einen demokratischen Sozialismus, die neu entstehenden Grünen formulierten Entwürfe eines alternativen Wirtschaftsmodells. Mit den wirtschaftlichen Krisenerscheinungen seit Mitte der 70er fielen Hoffnungen und Versprechungen immer bescheidener aus.

    Eine Produktion von Deutschlandradio Kultur, 22.11.2016

    Winfried Roth

Autor/in: Raphael Zehnder, Winfried Roth, Moderation: Bernard Senn, Redaktion: Julia Voegelin