Deutschland und die Flüchtlinge

  • Freitag, 16. Oktober 2015, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 16. Oktober 2015, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Freitag, 16. Oktober 2015, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Vor vier Wochen noch herrschte Euphorie. Die Deutschen überschlugen sich geradezu in einer «Willkommenskultur». Eine Million Flüchtlinge sollen es dieses Jahr werden. So langsam kippt die Stimmung.

«Wir schaffen das», lautet das Credo von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Tausende Fremde, die den langen Marsch durch Europa auf sich genommen haben, klopfen täglich an, um in Deutschland Asyl zu bekommen. Mittlerweile spaltet die stetige Zuwanderung die Geister - wie eine Reportage aus dem schwäbischen Messstetten verdeutlicht. Jeder Sechste in der kleinen Stadt ist mittlerweile Asylsuchender.

Ob sich Deutschland übernimmt und welche Rolle die deutsche Flüchtlingspolitik in Europa einnimmt, analysiert der Zeithistoriker Heinrich August Winkler.



Beiträge

  • Heinrich AUgust Winkler hält die deutschen Einwanderungsgesetze für nicht zeitgemäss.

    Für ein modernes Einwanderungsgesetz

    Der renommierte Berliner Zeithistoriker Heinrich August Winkler fordert von der deutschen Bundesregierung ein modernes Einwanderungsgesetz. Ähnlich wie etwa Kanada könne Deutschland dann die Zuwanderung besser gestalten.

    Peter Voegeli

  • Viele Messstettner sehen die schwäbische Idylle bedroht.

    Das Beispiel Messstetten: 3300 Asylsuchende auf 10 000 Einwohner

    In Messstetten auf der Schwäbischen Alb kommt im Moment auf 3 Einwohner ein Asylsuchender. «Wir verkaufen mehr Pfefferspray», sagt ein Händler.

    Das Miteinander ist nicht einfach, viele Anwohner hegen Ängste. Doch die Verantwortlichen tun alles, um Flüchtlinge und Einheimische einander näher zu bringen. Eine Reportage.

    Sandra Müller, Katharina Thoms

  • Will rassistische Gewalt verhindern: Annette Kahane von der Amadeou Antonio Stiftung.

    Deutschlands Osten und die Asylbewerber

    Zwar haben Asylunterkünfte in Deutschland gebrannt, aber es gab bislang keine Ausschreitungen wie 1991 in Hoyerswerda und 1992 in Rostock-Lichtenhagen. Es gibt keine toten Asylbewerber wie in den Neunzigerjahren.

    Deutschlandkorrespondent Peter Voegeli hat mit Annette Kahane, der Leiterin der Amadeou Antonio Stiftung darüber gesprochen. Amadeou Antonio war 1990 einer der ersten Asylbewerber, der erschlagen wurde, weil er schwarz war. Die Stiftung setzt sich in seinem Namen gegen Rassimus und Antisemitismus ein.

    Peter Voegeli

Autor/in: Peter Voegeli (SRF-Korrespondent); Sandra Müller, Katharina Thoms (SWR2), Moderation: Hansjörg Schultz, Redaktion: Hansjörg Schultz