Die Bibliothek – Ein Ort im Wandel

  • Mittwoch, 23. September 2015, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 23. September 2015, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 23. September 2015, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Bibliotheken und ihre Aufgaben verändern sich. Von Horten des stillen Studierens werden Sie zu Orten der Begegnung, der Austauschs und der Integration.

Bibliotheken früher, das waren Horte des Wissens, das kollektive Gedächtnis einer Gesellschaft. Sie waren darauf angelegt Werte, Gedanken und Erkenntnisse früherer Generation für die Nachwelt zu erhalten.

Heute, im digitalen Zeitalter verschieben sich die Aufgaben von Bibliotheken. Vom Elfenbeinturm wandeln sie sich zu öffentlichen Orten der Begegnung, zu modernen Gebäuden, in denen Alt und Jung, Arm und Reich gleichermassen willkommen sind.

Bibiliotheken stehen vor neuen Herausforderungen, Ihre Bedeutung für die Gesellschaft ändert sich. Wie legitimieren sich Bibliotheken in einer Zeit in der Informationen frei zugänglich sind und überall und jederzeit abrufbar sind? Wie haben sich die Bedürfnisse der Nutzer verändert? Mit welchen Innovationen treten Schweizer Bibliotheken diesen Veränderungen entgegen und wie sieht die Bibliothek der Zukunft aus?

Beiträge

  • Die älteste Interkulturelle Bibliothek: Die Jukibu im Basler St.Johann-Quartier.

    In 80 Sprachen um die Welt

    Die «Jukibu» in Basel ist die älteste interkulturelle Bibliothek in der deutschsprachigen Schweiz. Seit knapp 25 Jahren bietet sie Kindern und Jugendlichen Bücher in über 80 Sprachen an. Was macht die kleine Bibliothek im St.

    Johann-Quartier so besonders? Naomi Gregoris war zu Besuch und liefert die Antwort.

    Naomi Gregoris

  • In der digitaliserten Bibliothek fällt die Begegnung weg: Studenten in der Von-Roll-Bibliothek der Uni Bern.

    Bibliothek als Aufmerksamkeits- und Aneignungsraum

    Heute werden Bibliotheken auch als Orte der Begegnung wahrgenommen. Uwe Jochum, wissenschaftlicher Bibliothekar und Autor mehrerer Bücher zur Geschichte der Bibliothek, erklärt im Gespräch, dass dies kein neues Phänomen sei.

    Eine neuere Entwicklung ist hingegen die umfassende Digitalisierung der Bibliotheken. Jochum, der ein Kritiker dieser Entwicklung ist, sieht in der uneingeschränkten Digitalisierung die Bibliothek als kulturellen Aufmerksamkeits- und Aneignungsraum in Gefahr.

    Aurel Jörg

  • Ein Haus für das geschreibene Wort: «Maison de l'Ecriture» in Montricher.

    Die Bibliothek als Gesamtkunstwerk

    In Montricher, am Fusse des Jura steht ein architektonisches Kunstwerk. Es umfasst neben einer grossen, modernen Bibliothek auch Künstlerresidenzen, Ausstellungsräume und viel Platz für Veranstaltungen.

    Die Fondation Jan Michalsky pour l'Ecriture et la Littérature hat sich ganz dem Ziel verschrieben, Literatur zeitgenössisch aufzubereiten. Das Haus soll Begegnunsort, Lesestube, Arbeitsplatz und Museum gleichzeigig sein. Ein Augenschein vor Ort.

    Dania Sulzer

Autor/in: Dania Sulzer, Naomi Gregoris, Aurel Jörg, Moderation: Gabriela Kägi, Redaktion: Noëmi Gradwohl