Die Expo – Wie sich arme und reiche Länder präsentieren

  • Mittwoch, 29. April 2015, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 29. April 2015, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 29. April 2015, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

An der Weltausstellung in Mailand sollen Lösungen zur Welternährung aufgezeigt werden. Doch vor Ort begegnet einem vor allem eine Leistungsschau der einzelnen Länder.

Die Weltausstellung in Mailand zum Thema Welternährung öffnet die Tore Ende Monat. Doch noch wird in vielen Pavillons in Mailand gebaut. Karoline Thürkauf berichtet vor Ort und hält fest, dass Blachen zumindest den Anblick der Baustellen verhindern sollen.

Sie wirft einen kritischen Blick auf die je nach Budget der Länder unterschiedlich gestalteten Pavillons. Eines ist allen gemeinsam: Das Standort-Marketing steht im Zentrum der Bemühungen, nicht aber die ungelösten Probleme der Welternährung.

Thomas Kruchem geht diesen ungelösten Problemen auf den Grund: Er hat Saatgut-Banken auf den Philippinen und in Indien besucht. Mit Hilfe dieser Banken soll die Vielfalt der Nutzpflanzen bewahrt werden.

Beiträge

  • Arbeiter verrichten letzte Arbeiten auf dem Gelände der Expo Mailand.

    Vieles ist noch unfertig an der Expo – ein Baustellenbesuch.

    Kurz vor Eröffnung der Weltausstellung sind einige Pavillons in Mailand noch im Rohbau. Auch derjenige des Gastgeberlandes Italien. Nun wurden Blachen angefordert, um den Besuchern zumindest den Anblick der Baustellen zu ersparen.

    Karoline Thürkauf

  • Jedes Land betreibt Standort-Marketing: die Schweiz mit Alphornbläsern und den Masskottchen Sylvie und Foody.

    Ein kritischer Blick auf den schönen Schein der Pavillons

    Reiche Länder wie die Schweiz leisten sich Millionen teure Pavillions an der Expo. Daneben präsentieren sich arme Länder wie Bangladesh oder der Kongo. Die Kosten dafür übernimmt die Expo. Bei Arm und Reich geht es in erster Linie um Standort-Marketin.

    Die ungelösten Probleme der Welternährung wie der steigende Ressourcen-Verbrauch und die Mangelernährung stehen im Hintergrund.

    Karoline Thürkauf

  • Mit Saatgutbanken lässt sich die Vielfalt der Nutzpflanzen bewahren.

    Wichtige Saatgut-Vielfalt – Forschung für die Welternährung

    Hochertragssorten von Reis, Weizen oder Soja beherrschen die globale Landwirtschaft eine gefährliche Strategie. Denn immer mehr dieser Sorten leiden unter den Folgen des Klimawandels, unter neuen Krankheiten und Schädlingen.

    Wie kann sich die Menschheit gegen solche Bedrohungen wappnen? Die Antwort lautet: Mit Saatgutbanken, welche die Vielfalt der Nutzpflanzen bewahren. Ein Besuch bei Saatgutbanken auf den Philippinen und in Indien.

    Thomas Kruchem

Autor/in: Odette Frey, Moderation: Monika Schärer