Die Himmelsscheibe von Nebra

  • Dienstag, 12. Februar 2019, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 12. Februar 2019, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 12. Februar 2019, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Vor 20 Jahren wurde die 4000 Jahre alte Himmelsscheibe von Nebra entdeckt. Sie entpuppte sich als Forschungsmagnet und hat die Sicht auf unsere Frühgeschichte verändert.

In Berlin ging kürzlich eine grosse Archäologieausstellung zu Ende. Ausgestellt war auch die legendäre Himmelsscheibe von Nebra, die normalerweise im Landesmuseum für Frühgeschichte in Halle beheimatet ist.

Aus diesem Anlass hat Harald Meller, Museumsdirektor und einer der bekanntesten Archäologen Deutschlands zusammen mit dem Wissenschaftsjournalisten Kai Michel die gesammelten Forschungserkenntnisse in einem umfassenden Sachbuch ausgerollt: eine faszinierende Reise durch die neuste Forschung und eine ebensolche rückwärts in eine Kultur und Zeit, von der man bisher fast gar nichts wusste.

Beiträge

  • Der Grabraub

    Was auf die Entdeckung der legendären Himmelsscheibe folgte, war ein Grabräuberkrimi sondergleichen. Er endete in einem Gerichtsprozess, der an Skurrilität kaum zu überbieten, für die Wissenschaft aber ein grosser Erfolg war.

    Katharina Bochsler, Maya Brändli

  • Die Schaltregel

    Die Erzeuger der Himmelsscheibe von Nebra hatten ein komplexes astrologisches Wissen. Doch woher eigentlich? Erste vergleichbare Berechnungen kamen erst 1000 Jahre später nach Europa - aus Mesopotamien.

    Katharina Bochsler, Maya Brändli

  • Die Fürstengräber

    Es gibt nur noch zwei davon in Sachsenanhalt: gigantische Grabhügel, in denen Fürsten der bisher unbekannten Aunjetitzer-Kultur begraben liegen.

    Diese geben Anlass zu einer Hypothese, die besagt, dass es damals, 2000 vor Christus, eine Hochkultur gegeben haben muss, von der wir bisher nichts wussten.

    Katharina Bochsler, Maya Brändli

  • Die Armee

    Es herrschte Frieden im Reich der Aunjetitzer. Aber warum eigentlich? Heute vermutet man, dass sie über eine grosse Armee verfügten, welche die Feinde abschreckte, so dass die Bevölkerung in Ruhe leben konnte.

    Katharina Bochsler, Maya Brändli

Autor/in: Maya Brändli, Katharina Bochsler, Moderation: Bernard Senn, Redaktion: Michael Sennhauser