Die «Spiegel-Affäre» oder der Kampf für die Pressefreiheit

  • Donnerstag, 25. Oktober 2012, 9:06 Uhr
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Vor 50 Jahren wurden in Hamburg und Bonn mehr als ein Dutzend Redakteure des Wochenmagazins «Der Spiegel» verhaftet. Der Grund: Sie hatten eine Geschichte über den schlechten Zustand der deutschen Streitkräfte geschrieben. Die Verantwortlichen der Redaktion wurden des Landesverrates angeklagt.

In Bonn protestieren im November 1962 rund 600 Stundenten gegen den Obrigkeitsstaat.
Bildlegende: In Bonn protestieren im November 1962 rund 600 Stundenten gegen den Obrigkeitsstaat. Keystone

«Bedingt abwehrbereit» hiess die Titelgeschichte im «Spiegel»-Heft 41 von 1962. Der damalige Verteidigungsminister Franz Josef Strauss lancierte daraufhin eine beispiellose Kampagne gegen das Blatt.

Nachdem die Bundesanwaltschaft die Redaktionsspitze verhaften liess, schien «Der Spiegel» in seiner Existenz gefährdet. Doch sowohl die anderen deutschen Medien als auch die Bevölkerung standen gegen den Obrigkeitsstaat auf.

Die «Spiegel-Affäre» steht bis heute stellvertretend für den Kampf gegen Untertanentum und für Pressefreiheit.

Autor/in: Hansjörg Schultz