Die Wahrheit, die Postmoderne und der Journalismus

  • Mittwoch, 14. März 2018, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 14. März 2018, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 14. März 2018, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Die Erde ist flach, die Dinosaurier haben nie gelebt, 9/11 war eine Verschwörung von irgendwem. Irgendetwas behaupten kann jeder. Manche berufen sich darauf, die Postmoderne habe alle Gewissheiten zerstört und den Wahrheitsbegriff aufgelöst. Es gebe nur noch gleichberechtigte subjektive Wahrheiten.

Die linksliberale Elite habe sich in ihrem Kulturrelativismus verloren. Zu lange sei sie von Dekonstruktion und Identitätspolitik absorbiert gewesen und sei deshalb dem Aufstieg von Populisten und Demagogen ohnmächtig gegenübergestanden.

Denn die Beliebigkeit der Positionen, die Gleichberechtigung aller Standpunkte, die Relativität von allem Wissen habe den Populisten genützt und als Trumpf den «Fake News»-Vorwurf in die Hand gegeben.

Hat die Postmoderne den Wahrheitsbegriff zertrümmert? Und was bedeutet Wahrheit für den Journalismus?

Beiträge

  • Können wir die Wahrheit überhaupt wahrnehmen?

    Hat jemand die Wahrheit auf dem Gewissen?

    Was sind Tatsachen? Können wir die Wahrheit überhaupt wahrnehmen? Welche? Eine kriminalistische Suche bei Kant, Nietzsche, Foucault und Baudrillard.

    Philipp Auchter

  • Wahrheit ist nicht beliebig, Alltagswahrheiten lassen sich überprüfen, andere sind nur für die Erkenntnis-Theorie von Belang

    Keine Krise der Wahrheit

    Wahrheit ist nicht beliebig, Alltagswahrheiten lassen sich überprüfen, andere sind nur für die Erkenntnis-Theorie von Belang. Die Postmoderne habe nicht den Wahrheitsbegriff zerstört, sondern hinterfrage, wer weshalb welchen Wahrheitsbegriff pflege.

    Eine Diskussion zwischen Silvia Sasse, Professorin für Slavische Literaturwissenschaft an der Universität Zürich, und Michael Hampe, Professor für Philosophie an der ETH Zürich.

    Raphael Zehnder

  • Die Digitalisierung hat die Werbeeinahmen der traditionellen Medien einbrechen und neue Akteure auf den Plan treten lassen.

    «Die informierte Gesellschaft und ihre Feinde»

    Stephan Russ-Mohl, Professor für Journalistik und Medienmanagement an der Università della Svizzera Italiana in Lugano, analysiert in seinem neuen Buch den Umbruch in der Medienlandschaft.

    Treibende Kraft dabei ist die Digitalisierung. Sie hat die Werbeeinahmen der traditionellen Medien einbrechen und neue Akteure auf den Plan treten lassen und neue Verbreitungsmöglichkeiten für wahre und falsche Nachrichten eröffnet.

    Raphael Zehnder

Autor/in: Raphael Zehnder, Philipp Auchter, Moderation: Bernard Senn, Redaktion: Michael Sennhauser