Die Welt als Jazz-Bühne – eine Utopie

  • Dienstag, 25. Oktober 2016, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 25. Oktober 2016, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 25. Oktober 2016, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Von der Prohibition über das Dritte Reich und die DDR bis zu Barack Obama: Jazz hat die Staatsmänner nie kalt gelassen. Entweder haben sie ihn verteufelt oder angepriesen. Jazz steht für Freiheit und Entgrenzung, das ist für jede Diktatur bedrohlich. Und für Demokratien willkommene Hintergrundmusik

Ein Jazzmusiker benötigt gewisse Tugenden, um seine Musik auf hohem Niveau spielen zu können: Er muss zuhören können, farbenblind sein, er muss improvisieren, und die Leistung in dem Moment abrufen können wos drauf ankommt, und schliesslich sollte er Machtinstinkt haben – allerdings für die Sache, nicht für die Person.

Wären diese fünf Tugenden auch einem Politiker nützlich? Ein Gedankenexperiment mit Günter Baby Sommer, Beat Soltermann und Michael Hermann.

Beiträge

  • Der Jazzer Günter Baby Sommer spielte schon zu DDR Zeiten.

    Jazz in der DDR

    Jazz und diktatorische Machtsysteme passen schlecht zusammen. Was heisst das für einen Musiker, der seine Kunst in unfreien Verhältnissen realisieren will?

    Günter Baby Sommer ist Jazzmusiker, Schlagzeuger, er lebt und arbeitet in Ostdeutschland, auch damals schon, als Ostdeutschland noch Deutsche Demokratische Republik hiess. Ein Zeitzeugenbericht.

    Beat Blaser

  • Barack Obama kann swingen. Dies bewies er an einem Konzert im Weissen Haus anlässlich des Internationalen Jazz Tags.

    Barack Obama und der Jazz

    Kann ein Politiker swingen? Wenn man Barack Obamas Performance in der Tonight Show, als Gastgeber im Weissen Haus am International Jazz Day und bei anderen Auftritten anschaut, muss man sagen: Er kann!

    Nur: hat das auch Konsequenzen für das politische Tagesgeschäft? Und spüren die Leute draussen auf dem Land etwas davon? Eine Bilanz mit SRF-Amerikakorrespondenz Beat Soltermann.

    Beat Blaser

  • Jazz und Politik? Der Politologe Michael Hermann im Gespräch.

    Jazztugenden – Nützlich in der Politik?

    Zuhören und auf Augenhöhe kommunizieren und improvisieren können, Höchstleistungen und Machtinstinkt auf die eine Sache fokussieren können, das sind Jazzer-Qualitäten.

    Könnten sie auch in der Welt der Politik nützlich sein? Ist ein Politiker mit Jazz-Tugenden ein besserer Politiker? Der Politgeograph Michael Hermann lässt sich auf das Gedankenspiel ein und liefert Antworten.

    Jodok Hess

Autor/in: Jodok Hess und Beat Blaser, Moderation: Bernard Senn, Redaktion: Mariel Kreis