Dimitri Schostakowitsch: Ein Künstler unter Stress

  • Dienstag, 13. Juni 2017, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 13. Juni 2017, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 13. Juni 2017, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Der Künstler und die Macht. Der russische Komponist Dimitri Schostakowitsch lebte im Spagat zwischen Anpassung und Widerstand. Eine Annäherung an den Künstler und Menschen Schostakowitsch und seine Musik über den Roman «Der Lärm der Zeit» vom britischen Autor Julian Barnes.

Nacht für Nacht sitzt ein Mann auf seinem gepackten Koffer vor dem Aufzug und wartet darauf, dass ihn die Schergen von Stalin abholen. Aber sie kommen nicht. Die Angst aber sitzt ihm im Nacken und lässt ihn nicht schlafen. Der Mann ist der russische Komponist Dimitri Schostakowitsch. Er ist wegen seiner Musik bei Stalin in Ungnade gefallen.

Was macht Angst vor Verhaftung und Folter mit einem Künstler? Passt er sich an oder leistet er Widerstand? Diesen Fragen geht der britische Autor Julian Barnes in seinem Roman «Der Lärm der Zeit» nach. 

Kontext stellt den Roman vor, diskutiert ihn mit dem Pianisten Oliver Schnyder und dem Schriftsteller Alain Claude Sulzer und fragt, wie sich Angst und Repression auf seine Musik ausgewirkt haben.

Beiträge

  • «Der Lärm der Zeit» von Julian Barnes.

    Der Lärm der Zeit von Julian Barnes

    Dimitri Schostakowitsch ist bei Stalin in Ungnade gefallen. Seine Oper Lady Macbeth von Mzensk hat dem Diktator missfallen. Es ist nicht die Art Musik, die er von einem sowjetischen Komponisten hören möchte.

    Schostakowitsch muss sich anpassen, verbiegen. Was das mit ihm macht, schildert der britische Autor Julian Barnes in seinem Roman «Der Lärm der Zeit». Ein Künstlerroman in drei Akten.

    Esther Schneider

  • Dmitri Schostakowitsch im Jahr 1958.

    Spannungsfeld zwischen Komödie und Farce

    Der Autor Alain Claude Sulzer und der Pianist Oliver Schnyder diskutieren den Roman von Julian Barnes über Dimitri Schostakowitsch. Was ihn an ihm fasziniert und wie nahe er an die Person des Komponisten herankommt.

    Und die beiden reden über die Ironie in der Musik von Schostakowitsch und darüber wie sich die Repression auf das künstlerische Schaffen ausgewirkt hat.

    Esther Schneider

  • Schostakowitschs subversive Kompositionskunst

    Wie hat Dimitri Schostakowitsch das, was er ausdrücken wollte, in seiner Musik genau umgesetzt? Welche Techniken hat er benutzt, um heikle Aussagen zu chiffrieren?

    Moritz Weber hat mit dem Musikwissenschaftler Marco Frei darüber gesprochen.

    Moritz Weber

Autor/in: Esther Schneider und Moritz Weber, Moderation: Brigitte Häring, Redaktion: Christoph Keller