Do It Yourself-Design: Was der Trend bewirkt

  • Freitag, 1. Mai 2015, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 1. Mai 2015, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Freitag, 1. Mai 2015, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Do It Yourself ist ein Massenphänomen. Im Designbereich hat dieser Trend zwar Tradition, der neuerliche Aufschwung bleibt aber nicht ohne Folgen. Stellt sich die Frage, was Designer noch sollen, wenn alle alles selbermachen können?

DIY-Design verändert vieles: Konsumenten und Produzenten verschmelzen zu Prosumern, statt Produkte zu kaufen laden sie Baupläne im Internet herunter - immer mit dem hehren Ziel: Objekte nachhaltig zu produzieren als Kritik an der Wegwerfmentalität.


Kontext beleuchtet die Anfänge des DIY-Designs, spricht über die Hintergründe des aktuellen gesellschaftlichen Phänomens, fragt nach, wie DIY-Design an Berufsbildern schraubt, das Fundament des Designsbegriffs erschüttert und wohin der Trend in Zukunft führt. Und nicht zuletzt wagen die Autorinnen einen Selbstversuch und bauen einen Hocker.

Beiträge

  • Der «5-Minuten-Stuhl» von Susi und Ueli Berger aus dem Jahr 1970 in einem Nachbau des Museums für Gestaltung, 2014.

    Die Do it Yourself-Bewegung demokratisiert das Design

    Seit geraumer Zeit greift Do it Yourself in viele Bereiche des Lebens ein. Auch im Design. Das Museum für Gestaltung in Zürich zeigt momentan im Schaudepot im Toni Areal eine Ausstellung zu Do it Yourself Design.

    Ein Gespräch mit der Kuratorin Angeli Sachs und dem Kurator Thomas Geisler über den neuen Aufschwung in der alten Bewegung.

    Noëmi Gradwohl

  • Selber bauen statt konsumieren: «Hartz IV-Möbel» von Van Bo Le-Mentzel, 2010-2012.

    Do it Yourself Design verteilt die Rollen neu

    Werden Produkte selbst hergestellt nach genauen Bauplänen, und nicht mehr nur fertig eingekauft, verändern sich Berufsfelder. Wozu braucht es noch Designer? Wer erwirbt noch High End-Designobjekte?

    Ein Gespräch mit der Kuratorin Angeli Sachs vom Museum für Gestaltung Zürich und dem Kustoden Thomas Geisler vom Museum für Angewandte Kunst Wien.

    Noëmi Gradwohl

  • Er demokratisierte das Design: Enzo Mari.

    Abschied von der Massenproduktion

    Wenn Do-It-Yourself auf Design trifft, ändern sich nicht nur die Produkte, sondern auch die Definitionen. Denn DIY-Design rüttelt am Fundament dessen, was gemeinhin unter Design verstanden wird. Eine Begriffsklärung unter neuen Vorzeichen.

    Ellinor Landmann

  • Die «100 Sec Lamp» von Van Bo Le-Mentzel von 2010 in einem Nachbau des Museums für Gestaltung Zürich, 2014.

    Wie systemkritisch ist DIY-Design?

    DIY-Design sucht Lösungen für gesellschaftsrelevante Probleme. Insbesondere Ressourcenverschwendung und Wegwerfmentalität stehen im Fokus. Aber: Ist DIY als kritische Praxis auch daran interessiert Alternativen zum Kapitalismus zu finden?

    Ellinor Landmann

Moderation: Monika Schärer, Redaktion: Noëmi Gradwohl, Ellinor Landmann