Ein Bischof kämpft für Amazonas-Ureinwohner

  • Montag, 11. Mai 2009, 9:06 Uhr
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Seit Jahrzehnten setzt sich Bischof Erwin Kräutler für die Meschenrechte der Ureinwohner im brasilianischen Xingu ein - unter Lebensgefahr,  denn den kriminellen Grossgrundbesitzern ist er ein Dorn im Auge.

«Dom Erwin», wie der 60-jährige Vorarlberger auch genannt wird, wurde 1965 Priester und noch im selben Jahr als Missionar zum unteren Río Xingu und Amazonas in Brasilien entsandt.

Wegen der Teilnahme an einer Solidaritätsaktion mit Zuckerrohrpflanzern, denen die Ernte nicht bezahlt wurde, wurde Kräutler 1982 von der Militärpolizei festgenommen. 5 Jahre später wurde er durch ein Attentat schwer verletzt: Ein Kleinlastwagen fuhr frontal in seinen PKW, ein Mitbruder starb.

Nach der Ermordung der Umweltaktivistin Dorothy Stang im Jahr 2005 wurde Erwin Kräutler wiederholt mit dem Tod bedroht, da er auch Hintermänner vor Gericht bringen wollte. Seit zwei Jahren steht Erwin Kräutler deshalb unter Polizeischutz.

In «Kontext» erzählt er, warum er gegen ein Staudammprojekt arbeitet und dafür sogar sein Leben riskiert.

Redaktion: Judith Wipfler