Endstation Como?

  • Mittwoch, 31. August 2016, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 31. August 2016, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 31. August 2016, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Die europäische Flüchtlingskrise ist in der Schweiz angekommen. Seit die Balkanroute weitgehend geschlossen ist, versuchen Flüchtlinge vermehrt durch die Schweiz von Süden nach Norden zu reisen. Doch, dies gelingt nur wenigen. Derzeit sitzen viele Flüchtlinge an der Südgrenze in Como fest.

Seit Wochen sind Flüchtlinge am Bahnhof Como blockiert. Sie haben sich in einem Brief an die Behörden gewandt und beklagen die Abweisungspolitik der Schweiz.

Die Flüchtlinge, auch Minderjährige, Schwangere und Kranke würden nach Italien zurückgeschickt, selbst dann, wenn sie einen Asylantrag gestellt hätten. Sie kritisieren auch die italienische Polizei, die Flüchtlinge nach Süditalien abschiebe und dabei Familien auseinanderrissen.

Die Flüchtlinge in Como bitten die Behörden darum, nach Norden weiterreisen zu können. Das wollen auch Asylsuchende in Basel. Manche versuchen zusammen mit den Einkaufstouristen mit dem Tram nach Weil zu fahren.

Beiträge

  • Fluchtweg: Mit dem Tram nach Deutschland

    Dass die Balkanroute geschlossen ist, merkt man auch an der Nordgrenze der Schweiz, etwa beim Grenzübergang Basel und Weil am Rhein.

    Immer wieder haben in den letzten Monaten Flüchtlinge versucht, mit dem Tram von Basel nach Deutschland zu gelangen, mit dem die Basler zum Einkaufen über die Grenze fahren. Doch die Grenzwächter fahren mit.

    Marlène Sandrin

  • Gestrandet: Migranten am Bahnhof San Giovanni in Como

    Seit der Schliessung der Balkanroute hat die Fluchtroute via Libyen und Italien an Bedeutung gewonnen. Nun ist Como für viele Flüchtlinge zum Endpunkt ihrer Flucht geworden: Auf ihrem Weg nach Deutschland bleiben sie an der italienisch-schweizerischen Grenze blockiert.

    Vieles weist darauf hin, dass die Schweizer Grenzwache seit ein paar Wochen schärfer gegen Migranten vorgeht. Wer die Schweiz bloss durchqueren will, wird konsequent zurückgewiesen, und auch die Bedingungen für die Einreichung eines Asylantrags sind offenbar verschärft worden. Ein Augenschein vor Ort in Como.

    Beat Stauffer

  • Grenzwachkorps unter Druck

    Die Situation an der Südgrenze der Schweiz ist äusserst angespannt. Die Grenzwächter greifen pro Woche an die 1400 Personen auf und schicken sie nach Italien zurück.

    Flüchtlinge beklagen sich, dass sie dabei schlecht behandelt würden, sie würden von den Grenzwachkorps «wie Tiere» behandelt.«Kontext» geht vor Ort und will wissen, was an der Grenze los ist.

    Alex Grass

Autor/in: Beat Stauffer, Alex Grass, Marlène Sandrin, Moderation: Hansjörg Schultz, Redaktion: Sabine Bitter