Griechenland: Mittelstand im freien Fall

Griechenland braucht milliardenschwere Finanzspritzen von der EU. Die griechische Regierung verspricht im Gegenzug, Sparauflagen zu erfüllen: Sie kürzt die Renten, entlässt Staatsangestellte und treibt Steuern ein, während die Bevölkerung ihre schwerste Krise seit der Nachkriegszeit erlebt.

Ein Mann isst Suppe, die täglich auf den Strassen von Athen verteilt wird. Seit der Wirtschaftskrise haben Viele Familien Mühe, über die Runden zu kommen.
Bildlegende: Ein Mann isst Suppe, die täglich auf den Strassen von Athen verteilt wird. Seit der Wirtschaftskrise haben Viele Familien Mühe, über die Runden zu kommen. Reuters

Die griechische Regierung will in der Eurozone bleiben. Dafür hat sie harte Sparmassnahmen angeordnet. Dies hat die Wirtschaftskrise verschärft. Der Mittelstand kann sich aufgrund der reduzierten Löhne und Renten nicht mehr viel leisten. Und jede fünfte Person im erwerbsfähigen Alter hat gar keinen Job mehr. Deshalb wissen viele Familien nicht mehr, wie sie über die Runden kommen.

In der Not klopfen sie in Suppenküchen und bei privaten Hilfsorganisationen an, denn von der öffentlichen Hand ist nicht mehr viel zu erwarten. Ein Besuch in einem Sozialhilfezentrum in Athen.

Autor/in: Sabine Bitter