In der griechischen Krise Europa neu denken

  • Montag, 18. Mai 2015, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 18. Mai 2015, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Montag, 18. Mai 2015, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Die Bewältigung der Krise in Griecheland wird zum Prüfstein für die Europäische Union

Griechenland droht ein Staatsbankrott: Ob sich das Land innerhalb der Europäischen Union halten kann, ist mehr als fraglich.

«Kontext» geht der Frage nach, welche finanzpolitischen Eingriffe das Land retten könnten, welche Bedeutung die Bewältigung der griechischen Krise für Europa hat und welche Rolle die griechischen Bürgerinnen und Bürger dabei spielen.

Beiträge

  • Widerstand gegen die Bank of Greece.

    Radikale Reformen gegen die Krise

    «Die Lage in Griechenland ist unhaltbar», sagt Marc Chesney, Professor der Finanzwissenschaften in Zürich. Er wirft den europäischen Eliten vor, eine falsche ökonomische Politik betrieben zu haben.

    Mehr noch: Er hält das europäische Wirtschafts- und Finanzsystem für krank und er schlägt eine Reihe konkreter, radikaler Reformen vor.

    Felix Schneider

  • Das Leben geht weiter auf den Strassen Griechenlands.

    Griechenlands Krise – eine Chance für Europa?

    Der italienische Philosoph, Politologe und Deutschlandliebhaber Angelo Bolaffi ist ein leidenschaftlicher und lebenslanger Verteidiger des europäischen Einigungsprozesses.

    Für ihn ist die derzeitige Krise Europas eine Herausforderung: Sie zwingt Europa, sich zu definieren und seinen Platz in der neuen Weltordnung zu finden. Das kann gut gehen oder scheitern.

    Felix Schneider

  • Wenn der Staat versagt, helfen sich die Griechen selbst.

    Gesellschaftliches Engagement als Folge der Krise

    Griechenland ist mit der internationalen Finanzkrise 2008 in eine wirtschaftliche Abwärtsspirale geraten. Die Verschuldung ist seither gestiegen und die Leistungskraft des Staats gesunken.

    In der Not bleibt vielen Menschen nichts mehr übrig, als sich selbst und gegenseitig zu helfen. Hunderte von Bürgerinitiativen sind so entstanden, die ohne Geld Waren und Dienstleistungen austauschen und auf Nachbarschaftshilfe und gesellschaftliche Solidarität setzen.

    Die griechische Politologin Zoé Lefkofridi zeigt in «Kontext» auf, welche Bedeutung dieses zivilgesellschaftliche Engagement hat.

    Sabine Bitter

Moderation: Bernard Senn, Redaktion: Sabine Bitter