Kontext: Sachbücher im Gespräch

  • Donnerstag, 27. August 2015, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 27. August 2015, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 27. August 2015, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Immer am letzten Donnerstag im Monat werden in Kontext Bücher besprochen. Im August sind Sachbücher dran. Es geht um Schweine, Menschen, Stil und Moral.

Schweine sind definitiv besser als Ihr Ruf, stellt der Kulturwissenschaftler Thomas Macho fest und setzt zur Ehrrettung an. Menschen, so der Historiker Valentin Groebner, machen sich gerne etwas vor und schaffen Abbilder ihrer selbst, die an der Realität vorbei gehen. Der Psychiater Raphael M. Bonelli lotet den Zwang zum Perfektionismus aus, der Dramatiker Lukas Bärfuss stösst im Kleinen auf die grossen Fragen der Welt.

Beiträge

  • Schweine werden von Menschen gerne verzehrt - und verkannt.

    Schweine – Ein Porträt

    Das Schwein hat mehr mit dem Menschen gemein, als diesem lieb ist. Grenzt er sich deshalb mit Tabus und Vorurteilen davon ab? Vielleicht ist es auch das schlechte Gewissen, denn kein anderes Tier wird vom Menschen häufiger verspeist als das Borstenvieh. Eine Kulturgeschichte.

    Katharina Bochsler

  • Es bleibt spannend, das menschliche Gesicht.

    Ich-Plakate - Geschichte des Gesichts als Aufmerksamkeitsmaschine

    Porträtmalerei, Werbung und Propaganda setzen seit jeher gezielt auf grosse Augen und lächelnde Münder. Ob Heiligenbilder, Renaissanceporträts oder Fotografien, alle diese Bilder sagen viel über die Fertigkeiten ihrer Macher aus, doch wenig über die dargestellten Menschen.

    Aurel Jörg

  • Perfektionisten fürchten die eigene Durchschnittlichkeit.

    Perfektionismus – Wenn das Soll zum Muss wird

    Gut, besser, am besten: Wo der Anspruch zum Zwang wird, ist das Scheitern nicht weit. Dieses Buch zeigt ein Panorama heutiger Seelennöte, Ängste und Lebenslügen auf. Und ermutigt zur wert- und angstfreien Auseinandersetzung mit der eigenen Gewöhnlichkeit.

    Cornelia Kazis

  • Das Allerkleinste sehen, um das grosse Ganze zu erkennen.

    Stil und Moral – Essays

    Die grossen Fragen erwachsen nicht selten aus der präzisen Beobachtung des Allerkleinsten. Ein philosophisches Brevier, das sich nicht im luftleeren Raum der Abstraktion verliert, sondern immer wieder den Menschen und seine Beziehungsfertigkeiten sowohl ins Zentrum als auch Frage stellt.

    Bernard Senn

Moderation: Hans-Jörg Schultz, Redaktion: Bernard Senn