Künste im Gespräch

  • Donnerstag, 19. März 2015, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 19. März 2015, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 19. März 2015, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Aus der eigenen Lebensgeschichte ein Kunstwerk machen, das beschäftigt Künstlerinnen und Künstler schon lange und in allen Gattungen. Realität wird als Material benutzt, überschrieben, fiktionalisiert oder in aller Widersprüchlichkeit dokumentiert.

«Geschichte in Geschichten» lautet der Titel einer Ausstellung im Zürcher Helmhaus. Sie zeigt einen Überblick über die Schweizer Kunstszene und ihre Verfahren, aus realer Geschichte Kunst zu machen.

Der Berliner Autor und Filmregisseur Oskar Roehler hat eine eigene Form für seine Geschichte gefunden. Sein Roman «Mein Leben als Affenarsch» ist fordernd, roh und explosiv.

Was beschäftigt die Kunst? Was bewegt zeitgenössische Künstler und Künstlerinnen im Film, im Theater, in der Musik? - Jeden Donnerstag betreibt KONTEXT Tiefenbohrungen im Bereich der Künste.

Beiträge

  • Françoise Caraco: Videostudie, 2014. Die Künstlerin in ihrem Pariser Atelier.

    Wie erzählen KünstlerInnen Geschichte(n)?

    Das Helmhaus Zürich zeigt in der Ausstellung «Geschichte in Geschichten» wie unterschiedlich Schweizer Künstler und Künstlerinnen sich in ihren Arbeiten in eine Beziehung zur Geschichte stellen.

    Dabei geht es um Brüche, Lücken oder eine bewusst persönliche Perspektive auf Historie wie die eigene Lebensgeschichte.Da ist zum Beispiel die Basler Künstlerin Francoise Caraco. Sie hat für ihre Videoinstallation wie eine Historikerin die Geschichte ihres jüdischen Grossvaters erforscht und erzählt damit ihre eigene Familiengeschichte neu.

    Ellinor Landmann

  • Der Regisseur und Autor Oskar Roehler in Berlin, 2009.

    Westberliner Geschichten: Wenn das eigene Leben zur Fiktion wird

    In seinem ersten Roman «Herkunft» hat der Berliner Filmemacher und Autor Oskar Roehler seine Kindheit beschrieben. In seinem neuen Roman «Mein Leben als Affenarsch» stolpert sein Alter Ego durch die frühen Achtzigerjahre im Berliner Westen.

    Michael Luisier hat Oskar Roehler dort getroffen und spricht mit ihm über reale und fiktive Abstürze, seinen radikalen Schreibstil und das Schreiben als Therapie.

    Michael Luisier

  • Der griechische Dirigent, Musiker und Schauspieler Teodor Currentzis.

    Er mag’s gern extrem: Der Dirigent Teodor Currentzis

    Der griechische Dirigent Teodor Currentzis und sein Orchester Musica Aeterna gehen gerne in die Extreme: Schnell ist bei ihnen rasend. Leise nähert sich dem kaum noch Hörbaren. Damit stechen sie als Interpreten der historischen Aufführungspraxis aus der Menge ähnlicher Orchester hervor.

    Ende März ist Teodor Currentzis mit Werken von Bach und Rammeau in Luzern zu hören.

    Benjamin Herzog

Autor/in: Ellinor Landmann, Michael Luisier, Benjamin Herzog, Moderation: Bernard Senn, Redaktion: Ellinor Landmann, Dagmar Walser