Künste im Gespräch

  • Donnerstag, 6. August 2015, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 6. August 2015, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 6. August 2015, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Polen ist an der Kunstbiennale in Venedig zu Gast, Stampflehm dient als Baumaterial für die Vogelwarte Sempach und Hunde starten einen Aufstand im Kino.

In Sempach steht seit Kurzem ein neues Besucherzentrum für die Vogelwarte. Spannend ist daran: Es ist aus Lehm gebaut, einem Material, das für die Architektur immer interessanter wird.

Was die Fussball-WM für Freunde des Ballsports ist, das ist die Biennale in Venedig für die Kunstwelt: Ein internationales Kräftemessen vor den Augen der Weltöffentlichkeit. Bei beiden Anlässen kämpfen Nationalmannschaften um den Sieg. Doch was beim Fussball selbstverständlich ist, ist in der Kunst etwas bizarr.

Und in Ungarn revoltieren die Hunde, weil sie vor die Hunde gehen: Ein metaphorisch aufgeladener Spielfilm erzählt von der westlichen Angst, von den Underdogs unterwandert zu werden.

Beiträge

  • Aus Lehm: das neue Besucherzentrum der Vogelwarte Sempach.

    Aus Lehm gestampft: das Besucherzentrum der Vogelwarte Sempach

    Das Baumaterial Lehm ist auch für bekannte Architekten interessant geworden. Für Ricola hat das Architekturbüro «Herzog & de Meuron» ein Kräuterzentrum aus Stampflehm konzipiert. Erst kürzlich wurde das Besucherzentrum der Vogelwarte Sempach eröffnet: auch das ein imposanter Lehmbau.

    Zeit für einen Besuch.

    Karin Salm

  • Ein Besucher sieht sich im polnischen Pavillion den Film «Halka/Haiti 18°48’05”N 72°23’01”W» an.

    Ironische Repräsentation: Polen an der Kunstbiennale Venedig

    An der Biennale in Venedig präsentiert sich die Kunst in über 80 Pavillons der einzelnen Länder. Aber was ist eigentlich «nationale» Kunst? Die Arbeit im polnischen Pavillon setzt sich mit dieser Frage auseinander: nationale Repräsentation, gepaart mit Ironie.

    Ellinor Landmann

  • In «White Dog» übernehmen Hunde die Strassen.

    Im Kino: «White God» - Wenn Hunde ihren Gott verlieren

    Zweihundertachtzig Hunde rasen durch die menschenleeren Strassen von Budapest. Die Tiere revoltieren in einem Land, in dem die Streuner zur Plage geworden sind und Hundekämpfe Alltag. Die Hunde gehen vor die Hunde. Und mit den Hunden werden sie stark.

    «White God» ist ein metaphorisch aufgeladener Film, er manifestiere nicht zuletzt die westliche Angst vor den anstürmenden Underdogs der restlichen Welt, sagt Regisseur Cornel Mundruczo.

    Michael Sennhauser

Autor/in: Karin Salm, Ellinor Landmann, Michael Sennhauser, Moderation: Hansjörg Schultz, Redaktion: Brigitte Häring