Künste im Gespräch – Ausweitung der Kunstzonen

  • Donnerstag, 16. Mai 2019, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 16. Mai 2019, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 16. Mai 2019, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Fotografien, die Identitäten (ab)bilden. Eine Harmonisierungslehre zwischen Esoterik und Naturheilkunde. Der Schweizer Grand Prix Theater/Hans-Reinhart-Ring 2019 geht an einen Performer aus der bildenden Kunst.

Wie bringt man verschiedene, ja sogar manchmal zerstrittene Gemeinschaften zusammen und formt eine neue Nation? Eine wichtige Rolle im «nation building» spielt die Fotografie.

Wie viele Frauen des Bauhaus, ist auch Getrud Grunow nur noch wenigen bekannt. Dabei unterrichtete sie in den Anfangsjahren des Bauhaus ihre selbst entwickelte Harmonisierungslehre und prägte damit Künstler und Künstlerinnen.

Yan Duyvendak bekommt den diesjährigen Grand Prix Theater/Hans Reinhard Ring. Mit dem Performer aus Genf wird ein Künstler ausgezeichnet, der Sparten-, Sprach- und Kulturgrenzen mühelos überquert.

Beiträge

  • Die Rolle der Fotografie bei der Nationenbildung

    Fotografie kann einen wichtigen Part spielen, wenn aus verschiedenen Gemeinschaften ein Staat entsteht. Das kommt nicht von ungefähr. Die Nationalstaatenbildung in Europa fiel im 19. Jahrhundert mit der Entwicklung der Fotografie zusammen, erklärt Peter Pfrunder, Direktor der Fotostiftung Schweiz.

    Welche Bilder taugen dazu, ein Wir-Gefühl neuer Nationen zu erzeugen? Die Ausstellung «Isrealities» im jüdischen Museum der Schweiz zeigt exemplarisch, welche Bilder unsere Vorstellung von Israel geprägt haben.

    Noëmi Gradwohl

  • Portrait von Gertrud Grunow, 1936, © Emma Bouché, Nachlass Erich Parnitzke

    Gertrud Grunow, die vergessene Bauhaus Meisterin

    «Wenn Klee und Kandinsky Schüler am Bauhaus hatten, die unstimmig malten, schickten sie diese zu Grunow». Das erinnert ein Bauhaus-Schüler in den 1950-er Jahren.

    Gertrud Grunow unterrichtete von 1919 – 1924 am Bauhaus ihre selbst entwickelte Harmonisierungslehre, ein spezifisches Zusammenwirken von Ton, Spannung und Farbe.

    Die Kunstwissenschaftlerin Linn Burchert hat ihre Geschichte und das Wirken der (fast) vergessenen Bauhaus-Meisterin erforscht.

    Portrait von Gertrud Grunow, 1936, © Emma Bouché, Nachlass Erich Parnitzke

    Corinne Holtz

  • Ein Performer bekommt den höchsten Theaterpreis der Schweiz

    Das diesjährige Schweizer Theatertreffen findet Ende Mai im Wallis statt. Es zeigt ausgewählte Produktionen aus allen Landesteilen und lädt Theaterschaffende und Publikum zu einem Austausch über das Schweizer Theater ein.

    In diesem Rahmen werden auch die diesjährigen Schweizer Theaterpreise feierlich verliehen.

    Der Grand Prix Theater/Hans-Reinhart-Ring wird der Performer Yan Duyvendak aus Genf entgegennehmen. Die Theaterarbeiten des ausgebildeten Video- und Performancekünstler zeichnen ein grosses Interesse an Interaktion und Partizipation aus.

    Dagmar Walser

Autor/in: Noëmi Gradwohl, Corinne Holtz, Dagmar Walser, Moderation: Norbert Bischofberger, Redaktion: Dagmar Walser