Künste im Gespräch: Henning Mankell, Klaus Merz, Richard Thompson

  • Donnerstag, 8. Oktober 2015, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 8. Oktober 2015, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 8. Oktober 2015, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Wallander-Erfinder Henning Mankell ist gestorben. «Treibsand», sein letztes Buch ist seit wenigen Tagen im Buchhandel. Vom Schweizer Autor Klaus Merz ist zum 70. Geburtstag die komplette Werkausgabe erschienen. Und Richard Thompson, der grosse Songschmied, den niemand kennt, war in der Schweiz.

Um Rückblicke und Bilanzen, künstlerische und andere, dreht sich unsere heutige Sendung. Am Montag wurde bekannt, dass Henning Mankell, der Erfinder des enorm populären Kommissar Wallander, seinem Krebsleiden erlegen ist. Aber die Publikation seines jüngsten und persönlichsten Buches hat er noch erlebt. «Treibsand - Was es heisst, ein Mensch zu sein» ist seit einigen Tagen im Buchhandel. Luzia Stettler zu Henning Mankell und seiner Lebensbilanz.

Hans Ulrich Probst überblickt das Lebenswerk des Schweizer Schriftstellers Klaus Merz, der eben siebzig Jahre alt geworden ist.

Und Eric Facon stellt Richard Thompson vor, den britischen Singer/Songwriter, der bei Fairport Convention angefangen hat und mittlerweile mehrere Musikjahrhunderte überblickt.

Beiträge

  • Henning Mankell war weit mehr als ein Krimiautor, er war ein politischer Künstler.

    «Treibsand» – das letzte Buch von Henning Mankell

    Die Diagnose Krebs hat Henning Mankell an einen alten Albtraum erinnert: Im Treibsand zu versinken, der einen unerbittlich verschlingt. Im Nachdenken über wichtige Fragen des Lebens fand er ein Mittel, die Krise zu überwinden.

    Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Welche Art der Gesellschaft will ich mitgestalten?

    Luzia Stettler erinnert sich an ihre letzte Begegnung mit dem am Montag verstorbenen Autor und stellt sein mutmachendes Abschieds-Buch vor.

    Luzia Stettler

  • Der Schweizer Autor Klaus Merz, aufgenommen an den Solothurner Literaturtagen 2014.

    Klaus Merz – Sieben Bände zum Siebzigsten

    Er gilt als Meister poetisch dichter Texte, kompakt konzentrierter Lyrik ebenso wie überraschungsreich sinnhafter, und leuchtend sinnlicher Prosa: Der Aargauer Schriftsteller Klaus Merz. Zu seinem 70.

    Geburtstag vor wenigen Tagen liegt jetzt eine siebenbändige Werk-Ausgabe abgeschlossen vor, ein seltenes Geschenk bei lebenden Autoren.

    So lässt sich Merz gelungenes Schreiben über fünf Jahrzehnte nachlesen, wobei Kontinuität, Qualität und unverwechselbarer Tonfall beeindrucken.

    In Zwiesprache mit Texten aus allen Schaffensperioden stellt Hans-Ulrich Probst Ausgabe und Autor vor.

    Hans-Ulrich Probst

  • Beim Publikum der grosse Unbekannte: Richard Thompson.

    Richard Thompson: Transatlantischer Songschmied und Gitarrist

    Er wurde von der Queen mit einem Ritterorden geehrt, er wird von Kolleginnen und Kollegen wie Los Lobos, Elvis Costello, Emmylou Harris oder Robert Plant verehrt. Das breite Publikum aber kennt Richard Thompson nicht.

    In seiner bald 50-jährigen Karriere hat der britische Gitarrist kaum Kontakt mit der Hitparade. Dafür hat er ein Gesamtwerk an Songs geschaffen, und er spielt eine einzigartige Gitarre.

    Der Brite lebt in den USA, kennt beide Traditionen, vom frühen Rock'n'Roll Elvis Presleys bis zu den keltischen Balladen seiner Heimat. Nun hat er nach Jahrzehnten wieder einmal die Schweiz besucht.

    Eric Facon

Autor/in: Luzia Stettler, Hans Ulrich Probst, Eric Facon, Moderation: Monika Schärer, Redaktion: Michael Sennhauser