Künste im Gespräch. Normen hinterfragen

  • Donnerstag, 21. Mai 2015, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 21. Mai 2015, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 21. Mai 2015, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Was beschäftigt die Kunst? Was bewegt zeitgenössische Künstler und Künstlerinnen im Film, im Theater, in der Musik? Jeden Donnerstag betreibt «Kontext» Tiefenbohrungen im Bereich der Künste.

Regeln, Formen, Konventionen: Sie bestimmen das Leben und eine Gesellschaft ist ohne sie nicht denkbar. Doch sie lassen sich auch hinterfragen: Wie könnte beispielsweise eine Verfassung, die das gesellschaftliche Gemeinwohl im Sinn hat, auch noch aussehen? Der Westschweizer Künstler Christophe Meierhans stellt eine solche Verfassung in seinem neusten Theaterprojekt zur Diskussion.

Raphael Urweider und Klaus Merz haben in Tokio zwei japanische Kollegen zu einem Schweizerisch-Japanischen Dichtertreffen getroffen. Entstanden ist dabei ein Kettengedicht, das aus 36 Kurzgedichten besteht.

Buchhinweis:

«Es geht fast immer ein Wind»: Die Reihe Bd. 22 von Klaus Merz, Tanikawa Shuntaro, Raphael Urweider, Kaku Wakako. Übersetzt von Matsushita Taeko und Eduard Klopfenstein. Mit einem Nachwort von Eduard Klopfenstein. Wolfbach Verlag, ISBN: 9783905910568.

Beiträge

  • Das Kettengedicht ist Japan eine Tradition.

    Japanische Tradition: Das Kettengedicht

    Seine Ursprünge gehen in die Blütezeit der höfischen Kultur im japanischen Mittelalter zurück, doch es ist auch in der Gegenwart noch sehr lebendig: Beim Kettengedicht setzen sich mehrere LyrikerInnen zusammen an einen Tisch und verfassen gemeinsam ein Gedicht.

    Das Ergebnis ist offen, der Prozess assoziativ, aber ein paar Regeln müssen eingehalten werden.

    Esther Schneider

  • Autor Klaus Merz.

    Interkulturelles Autorentreffen: Dichten nach Regeln

    Das Kettengedicht «Es geht fast immer ein Wind» ist als Gemeinschaftswerk von zwei Schweizer und zwei Japanischen LyrikerInnen entstanden und liegt nun als Buch vor.

    Raphael Urweider und Klaus Merz erzählen, was sie bei diesem gemeinsamen Schreiben über und von ihren japanischen KollegInnen bei diesem interkulturellen Experiment erfahren haben.

    Es geht fast immer ein Wind - Die Reihe Bd. 22 von Klaus Merz, Tanikawa Shuntaro, Raphael Urweider, Kaku Wakako. Übersetzt von Matsushita Taeko und Eduard Klopfenstein. Mit einem Nachwort von Eduard Klopfenstein. Wolfbach Verlag, ISBN: 9783905910568.

    Esther Schneider

  • Die Kunst der Lyrik vermischt mit Politik.

    Eine Verfassung als Theaterskript

    Politik und Demokratie anders denken: Der Westschweizer Künstler Christophe Meierhans hat mit namhaften Soziologen und Politologen eine Verfassung mit 350 Artikeln verfasst.

    Auf dieser Grundlage verwickelt er in seiner Performance «Some use for your broken clay pots» das Publikum in eine politische Diskussion über gesellschaftliche Alternativen und die Differenz von Kunst und Politik.

    Dagmar Walser

Autor/in: Esther Schneider, Dagmar Walser, Moderation: Hansjörg Schultz, Redaktion: Brigitte Häring, Dagmar Walser