Leibniz und das Abenteuer des Denkens

  • Dienstag, 27. September 2016, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 27. September 2016, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 27. September 2016, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

2016 ist Leibniz-Jahr. Im November jährt sich der Todestag des Universalgenies zum 300. Mal. Kontext beleuchtet darum die wichtigsten Arbeiten des grossen deutschen Gelehrten der Frühaufklärung und taucht ein in das Abenteuer des Denkens im ausgehenden 17. Jahrhundert.

Ein Tag reiche nicht aus, um die Einfälle zu notieren, die er bereits beim Aufwachen habe – so Gottfried Wilhelm Leibniz über sich selbst. Der gerne als Universalgenie bezeichnete Gelehrte war vielseitig begabt und glänzte in der Philosophie, Wissenschaftspolitik und Mathematik.

Daneben war Leibniz aber auch als Diplomat tätig, als Jurist, Mediziner, Ethiker, Historiker oder Bergbauingenieur.

Welches sind seine wichtigsten Leistungen? Was beinhalten sie, in welchem Kontext entwickelte Leibniz seine Ideen und welche Bedeutung haben sie heute noch?

Beiträge

  • Bereits als Kind hatte Leibniz einen gewaltigen Wissensdurst.

    Versöhnlicher Tausendsassa

    Gottfried Wilhelm Leibniz wurde 1646 gegen Ende des 30-jährigen Kriegs in Leipzig geboren, mitten ins verwüstete Europa hinein.

    Als Kind schon lernte er rasch und eignete sich autodidaktisch allerhand Wissen an. Im Dienst verschiedener Adliger zog es ihn bald nach Mainz, bald nach Paris, nach London und schliesslich nach Hannover. Zeit seines Lebens beschäftigte er sich mit den verschiedensten Themen, hat dabei aber immer versucht, in seinem Denken und Handeln Widersprüchliches zu vereinen.

    Hanna Wick

  • Das Göttliche und das Naturwissenschaftliche im Einklang: Leibniz' philosophischer Ansatz..

    Die beste aller möglichen Welten

    Leibniz brachte als Philosoph naturwissenschaftliche Begeisterung mit Gottesglauben zusammen. Sein System ist dabei äusserst komplex und berührt die zentralen Fragestellungen des ausgehenden 17.

    Jahrhunderts: Wie kann Gott gut sein und dennoch Böses zulassen? Woraus sind wir und die Welt, die uns umgibt, gemacht? Wofür ist Gott eigentlich zuständig, wenn immer mehr von der Welt durch Naturgesetze erklärt werden kann?

    Eine philosophische Reise in das Abenteuer von Leibniz Denken.

    Ellinor Landmann

  • Newton nach William Blake.

    Wer hat’s erfunden? Der Streit mit Newton

    Leibniz ist als herausragender Mathematiker bekannt. Noch heute verwenden wir seine Methode und seine Zeichensetzung, um mit mathematischen Funktionen zu rechnen.

    Er war allerdings nicht der einzige, der die sogenannte Infinitesimalrechnung entwickelte. Auch Newton reklamierte diesen Erfolg für sich. Über die Frage, wer denn nun zuerst gewesen sei, entbrannte ein heftiger Streit. Leibniz habe abgeschrieben, so der zeitgenössische Tenor. Heute ist hingegen klar: Newton und Leibniz haben die Theorie parallel entwickelt.

    Hanna Wick

Autor/in: Ellinor Landmann, Hanna Wick, Moderation: Bernard Senn, Redaktion: Noëmi Gradwohl