Lessings Ringparabel – Öder Schulstoff oder Stück der Stunde?

  • Dienstag, 10. Mai 2016, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 10. Mai 2016, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 10. Mai 2016, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Wer hat es nicht in der Schule lesen (müssen): Lessings Theaterstück «Nathan der Weise» ist klassischer Schulstoff. Zurzeit ist das Stück aber auch wieder auf den Theaterbühnen so präsent wie lange nicht. Vor allem die «Ringparabel» wirkt wie ein Kommentar zur Stunde.

Intoleranz, kulturelle Konflikte, Kriege im Namen einer Religion sind aktuelle Themen. Es sind aber auch die Themen, die Lessing in «Nathan der Weise» behandelt hat. Kann ein Theaterstück aus dem 18.Jahrhundert die Komplexität unserer heutigen gesellschaftlichen Probleme spiegeln? Haben die Visionen der Aufklärung überhaupt noch eine Gültigkeit?

Der Theaterkritiker Andreas Tobler diskutiert mit Theaterredaktorin Dagmar Walser über die Aktualität und die historischen Hintergründe des Theaterklassikers.

Beiträge

  • Moderne Inszenierungen von «Nathan der Weise» gibt es im Moment an mehreren deutschprachigen Theaterhäusern.

    «So sage mir Nathan…»

    Zeitloser Klassiker oder gesellschaftliche Provokation: Die Interpretation von «Nathan der Weise» auf den deutschsprachigen Bühnen sind vielfältig und aktuell: Impressionen aus Inszenierungen vom Schauspielhaus Zürich, dem Staatsschauspiel Dresden und dem Theater Bonn.

    Dagmar Walser

  • «Nathan der Weise» ist immer noch Pflichtlektüre an den Schulen, doch was denken Jugendliche darüber?

    «Auf der Bühne hat die Geschichte eine grössere Wucht»

    Lessings «Nathan der Weise» ist Pflichtstoff. Auch in der Kantonsschule Rämibühl in Zürich.

    Wie reagieren Jugendliche heute auf diese Geschichte aus dem 18. Jahrhundert? Hat sie noch etwas mit ihrer eigenen Lebensrealität zu tun? Was denken die Jungen über Religion, Toleranz und Terror?

    Kaa Linder

Autor/in: Kaa Linder, Andreas Tobler, Dagmar Walser, Moderation: Monika Schärer, Redaktion: Noemi Gradwohl