Libyen: wenn ein Staat zerfällt und was die Schlepper davon haben

  • Dienstag, 16. Juni 2015, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 16. Juni 2015, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 16. Juni 2015, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Eine Reportage aus einem Land, das zerfallen ist, aber anders, als wir es uns vorstellen

Vier Jahre nach dem Ende des Ghadhafi-Regimes ist Libyen tief gespalten. Das Land hat zwei Regierungen und zwei Parlamente. Gleichzeitig wird Libyen seit kurzem durch einen Ableger der IS-Terrorgruppe bedroht. Schleppernetzwerke und andere kriminelle Vereinigungen profitieren vom Chaos und haben weitgehend freie Hand.

In Europa fürchtet man sich vor den Flüchtlingsströmen aus Libyen. Wie aber sieht man die Lage im Land selber? Beat Stauffer hat das Land bereist und berichtet aus Tripolis und aus Misrata, von seinen Begegnungen und davon, wie Schlepper in Libyen heutzutage handeln.

Beiträge

  • Kinder spielen auf dem Märtyrerplatz (ehemals Grüner Platz) im Zentrum von Tripolis

    In Tripolis ist es erstaunlich ruhig

    Anders als es der Reporter erwartet, zeigt sich die Hauptstadt von Tripolitanien, einer der drei Grossprovinzen Libyens, relativ friedlich. Obwohl das Land von Konflikten zerrissen ist, gibt es in Tripolis eine aktive, lebendige Zivilgesellschaft, die sich für das Zusammenleben engagiert.

    Beat Stauffer

  • Hoffnung Mittelmeer: Kinder in einem Flüchtlingscamp in Misrata

    Aus dem Hauptquartier der Küstenwache

    In Misrata hat die Küstenwache ein wachsames Auge auf die Aktivitäten der Schlepper. Oberst Reda Essa sagt vor allem eins - dass er enttäuscht sei von Europa. Denn Europa habe Hilfe zugesagt beim Kampf gegen die Schlepper, geschehen sei aber nichts.

    Beat Stauffer

  • Flüchtlinge warten in der Hafenstadt Misrata auf den Transport in ein anderes Flüchtlingslager

    Von Flüchtlingen und Terroristen

    In Misrata landen viele Flüchtlinge aus Ländern südlich der Sahara. Angelockt von der Aussicht, von hier aus übers Mittelmeer zu kommen, angelockt aber auch von Arbeitsmöglichkeiten in der Stadt.

    Manche sind skeptisch diesen Fremden gegenüber, denn man vermutet, dass einige der Flüchtlinge verdeckte Kämpfer des IS sein könnten.

    Beat Stauffer

Moderation: Hansjörg Schultz, Redaktion: Beat Stauffer und Christoph Keller