Literatur im Gespräch

  • Donnerstag, 28. September 2017, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 28. September 2017, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 28. September 2017, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Drei Helden – drei Geschichten: Ein Plattenverkäufer landet auf der Strasse. Ein geprellter Arbeiter rächt sich an einem Spekulanten. Und ein Sohn kehrt in das Land seiner Kindheit zurück und stellt sich seiner afrikanischen Familie.

Die Frankfurter Buchmesse steht dieses Jahr ganz im Zeichen der französischsprachigen Literatur. Kontext greift drei Romane heraus, die jetzt auf Deutsch erscheinen: «Vernon Subutex» von Virginie Despentes. Die für ihre provokativen Bücher bekannte Autorin wirft darin einen gnadenlosen Blick auf die französische Kultur- und Intellektuellenszene.

«Selbstjustiz» von Tanguy Viel ist eine Art Kriminalroman über die Rache an einem Immobilienspekulanten. 

Und im autobiografisch gefärbten Roman «Die Lichter von Pointe-Noire» erzählt Alain Mabanckou von seiner Kindheit in der Republik Kongo.

Beiträge

  • «Vernon Subutex» von Virginie Despentes wirft einen gnadenlosen Blick auf die französische Kultur- und Intellektuellenszene.

    Vernon Subutex von Virginie Despentes

    Vernon ist Plattenverkäufer. Ein Musikkenner, smart, gutaussehend und witzig. Doch das Musikbusiness hat sich seit den 80er Jahren verändert. Der Laden steht vor dem Aus und der langsame soziale Abstieg beginnt. Vernon landet auf der Strasse.

    Die Autorin - bekannt für ihre provokativen Romane - wirft einen gnadenlosen Blick auf die französische Gesellschaft. Im Visier hat sie vor allem die Intellektuellenszene, die ihre Ideale verrät.

    Esther Schneider

  • Selbstjustiz ist ein Roman über Recht und Gerechtigkeit.

    Selbstjustiz von Tanguy Viel

    Ein Mann ertrinkt auf hoher See – ein skrupelloser Immobilienspekulant, der ein ganzes Dorf finanziell ruiniert hat. Es stellt sich die Frage: War es Unfall oder Mord? Ein Verdächtiger wird dem Richter vorgeführt und erzählt ihm seine Geschichte.

    Die tragische Geschichte seines Lebens, in dem der Tote eine üble Rolle gespielt hat.

    Selbstjustiz ist ein Roman mit einem unerwarteten Ende. Eine Geschichte über Recht und Gerechtigkeit.

    Esther Schneider

  • "Die Lichter von Pionte-Noire" ein Roman von Alain Mabanckou

    Die Lichter von Pointe-Noire von Alain Mabanckou

    Als die Mutter starb, war er nicht da, der Sohn. Die Prophezeiung einer bösen Cousine ist eingetroffen. Das einzige Kinde werde fern der Heimat sein, wenn sie das Zeitliche segne. Ein schlimmer Gedanke für die Mutter aus einem kleinen afrikanischen Dorf in der Republik Kongo.

    Jahre nach dem Tod kehrt der Sohn, der im Ausland Karriere gemacht hat, in das Land seiner Kindheit zurück.

    Ein Roman mit stark autobiografischen Zügen.

    Esther Schneider

Autor/in: Esther Schneider, Luzia Stettler, Felix Schneider, Moderation: Monika Schärer, Redaktion: Raphael Zehnder