Neue Autorschaften: Schreiben für die Bühne

  • Freitag, 13. April 2018, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 13. April 2018, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Freitag, 13. April 2018, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Shakespeare, Tschechov und Dürrenmatt: Ohne Klassiker sind die deutschsprachigen Bühnen nicht vorstellbar. Aber das Theater braucht auch neue Texte, die die Gegenwart befragen.

Es gibt verschiedene erfolgreiche Dramatikerförderprojekte in der Schweiz, die Autoren und Autorinnen dazu ermutigen, fürs Theater zu schreiben und die dafür sorgen, dass diese Texte auch tatsächlich auf die Bühne kommen. Was zeichnet gute Gegenwartsdramatik aus?

Am Theater Basel wurde in den letzten Jahren das Prinzip der «Überschreibung» von Klassikern praktiziert, ein Autor oder eine Autorin schreibt einen Klassiker «neu». Doch weshalb spielt man dann nicht gleich das Original? Und entstehen dabei wirklich eigenständige neue Theatertexte?

Seit zehn Jahren widmet sich der deutsche Theaterverlag «schaefersphilippen» unterschiedlichsten Formaten von neuen Texten, die für die Bühne geschrieben werden. Dabei dehnt er den Begriff der Autorschaft weit über das klassische Verständnis eines Dramatikers aus.

Beiträge

  • Probefoto aus Ursina Greuels aktuellem Stück "Glück"

    Raus aus der Schublade, ran ans Publikum

    Seit fast 20 Jahren widmet sich die Regisseurin Ursina Greuel neuen Theatertexten. In der «Stückbox» arbeitet sie mit einem festen Team aus Spielenden in jeweils nur zwei Probewochen an einem aktuellen Stück und bringt dieses auf die Bühne.

    Derzeit laufen die Proben zu «Glück», einem Text der kroatischen Autorin Dragica Rajcic.

    Kaa Linder

  • Szene aus Ewald Palmetshofer «Vor Sonnenaufgang» im Theater Basel

    «Das Theater ist immer der Gegenwart verpflichtet.»

    Ewald Palmetshofer ist einer der erfolgreichsten Gegenwartsdramatiker im deutschsprachigen Theater. Seine Stücke werden auf den grossen Bühnen gespielt und er gewinnt damit Preise.

    Am Theater Basel hat er mit «Vor Sonnenaufgang» nach Gerhart Hauptmann schon zum zweiten Mal ein Stück eines klassischen Autors «überschrieben» und damit in die Gegenwart gebracht. Wieviel Ewald Palmetshofer und wieviel Gerhart Hauptmann ist da jetzt drin?

    Dagmar Walser

  • Zwei Bücher

    Neue Verlage: Der Begriff Autorschaft hat sich verändert

    Vor zehn Jahren gründeten Marc Schäfers und Tobias Philippen ihren eigenen Verlag. Sie vertreten nicht nur klassische Theaterautoren, sondern auch Regisseurinnen, Musiker und andere Grenzgänger auf der Theaterbühne.

    «schaefersphilippen» ist Bühnenverlag und Künstleragentur in einem und reagiert mit dieser Zwitterform auf den Wandel in der heutigen Gegenwartsdramatik.

    Christiane Enkeler

Autor/in: Kaa Linder, Dagmar Walser, Christiane Enkeler, Moderation: Bernard Senn, Redaktion: Theresa Beyer