Neue Gesellschaft, alte Institutionen

  • Dienstag, 30. Oktober 2012, 9:06 Uhr
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    • Dienstag, 30. Oktober 2012, 9:06 Uhr, DRS 2
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Die gescheiterte Integration ist ein Dauerthema. Immer wieder flammen die Diskussionen auf und der allgemeine Tenor lautet, dass die Migranten das Problem sind. Falsch, sagt der Migrationsexperte Mark Terkessidis, man sollle sich verabschieden von der Idee, Migranten müssten integriert werden.

Die Gesellschaft ändert sich seit Jahren, Institutionen wie Schulen oder Behörden kaum oder nur sehr langsam.
Bildlegende: Die Gesellschaft ändert sich seit Jahren, Institutionen wie Schulen oder Behörden kaum oder nur sehr langsam. Keystone

Ein Grund für die vielfältigen Probleme bei der Integration seien unsere Institutionen, so Mark Terkessidis. Er verlangt eine Schule, eine Polizei, eine Verwaltung, welche die Realitäten der Migrationsgesellschaft wiedergeben.

Denn unsere Insitutionen seien so wie sie jetzt existieren, für die vielfältige, bunte, von Migration geprägte Gesellschaft, in der wir leben, nicht mehr geeignet. Sie seien, so Terkessidis, erfunden und eingerichtet worden zu einer Zeit, als diese Gesellschaft noch sehr homogen war, und das sei sie heute nicht mehr.

Mark Terkessidis, Migrationsexperte und Autor, möchte in der Migrationsdebatte weg vom Paternalismus, hin zur Partizipation, und er provoziert mit seinen Thesen.

Autor/in: Inés Mateos und Christoph Keller