Neue Sachbücher aus der Schweiz

  • Freitag, 27. März 2020, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 27. März 2020, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Freitag, 27. März 2020, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Nach der Absage sämtlicher Veranstaltungen zeigt sich SRF2 Kultur solidarisch mit Kulturschaffenden. In Kontext zu Gast sind heute – mit ihren neuen Büchern – die beiden Sachbuchautorinnen Mena Kost und Jolanda Spirig.

Auch wenn das Land stillsteht, Bücher bewegen. Darum ist heute die Journalistin und Autorin Mena Kost in Kontext zu Gast. Für ihr neues Buch «Ausleben. Gedanken an den Tod verschiebt man gern auf später» (Fotos: Annette Boutellier, Christoph Merian Verlag, 2020) hat sie fünfzehn Männer und Frauen über 80 interviewt. Thema der Gespräche: Was heisst es, wenn der Tod nahe ist?

Zu Gast ist auch Jolanda Spirig. Das neue Buch der Journalistin und Autorin heisst «Hinter dem Ladentisch. Eine Familie zwischen Kolonialwaren und geistlichen Herren» (Chronos, 2020) und widmet sich der Ostschweizer Feministin Martha Beéry-Artho. Erzählt wird von einer Kindheit und Jugend in der Schweizer Nachkriegszeit, von gesellschaftlichem Unbehagen und einem Leben mit angezogener Handbremse.

Beiträge

  • Betagte Menschen schauen zurück und nach vorn

    «Ausleben», so heisst das neue Buch der Autorin Mena Kost und der Fotografin Annette Boutellier. Darin porträtieren sie 15 Frauen und Männer zwischen 83 und 111 Jahren.

    Zu Wort kommen die erste Bundesrichterin der Schweiz, ein Nobelpreisträger, eine Bergbäuerin, eine Hebamme oder ein Pöstler. Sie schauen zurück auf ihr langes Leben, berichten vom Hier und Jetzt und von ihren Ängsten und Hoffnungen in Bezug auf ihren eigenen Tod.

    Buchhinweis:
    Mena Kost und Annette Boutellier: «Ausleben. Gedanken an den Tod verschiebt man gerne auf später», Christoph-Merian-Verlag 2020.

    Sandra Leis

  • Mehr Zeitroman als klassische Biografie

    Jolanda Spirig schildert Einzelschicksale gerne als Gesellschaftsspiegel. Auch ihr neues Buch über die Ostschweizer Feministin Martha Beéry-Artho (*1941) ist mehr Zeitroman als klassische Biografie.

    Grosse Erzählbögen zeichnen ein Panorama der Schweiz des unteren Mittelstands von 1910 bis 1960. Beérys Mutter führte in Bern einen Kolonialwarenladen, der Vater war Chauffeur in der Vatikanischen Botschaft. Gegen die Macht der Kirche begehrte die Tochter erst als Erwachsene auf.

    Buchhinweis:Jolanda Spirig: «Hinter dem Ladentisch. Eine Familie zwischen Kolonialwaren und geistlichen Herren». Chronos

    Franziska Hirsbrunner

Autor/in: Sandra Leis, Franziska Hirsbrunner, Moderation: Brigitte Häring, Redaktion: Ellinor Landmann. Produktion: Anna Jungen