Nützt es oder nützt es nichts? Medizin auf dem Prüfstand

  • Mittwoch, 3. Juni 2015, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 3. Juni 2015, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 3. Juni 2015, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Nur etwa ein Drittel der medizinischen Therapien, Medikamente oder Tests nützen erwiesenermassen etwas, d.h. sie fussen auf solider wissenschaftlicher Basis erschreckend wenig. Warum ist das so und wie könnte sich das ändern? Antworten geben Experten, Ärzte, Pflegende und eine Patientin.

Der Ausdruck «evidenzbasierte Medizin» ist ausserhalb von Fachkreisen kaum geläufig. Dabei bezeichnet er etwas, das für viele Patientinnen und Patienten selbstverständlich erscheint: Dass ihr Arzt oder ihre Ärztin nur Therapien, Medikamenten und Tests empfehlen, die wissenschaftlich auf Herz und Nieren geprüft wurden. Doch das ist bei weitem nicht so.

Kontext schaut sich das Phänomen aus verschiedenen Perspektiven an: Was bedeutet evidenzbasierte Medizin für Ärztinnen und Ärzte? Welche Art von Medizin wollen die Patientinnen und Patienten? Ist es wirklich die solide wissenschaftlich abgestützte?

Kontext macht die Probe aufs Exempel. Und: Auch die Pflege muss auf solider wissenschaftlicher Basis stehen. Kontext besucht Pflegende, die berufsbegleitend Forschungsmethoden und Statistik büffeln.

Beiträge

  • «Evidenzbasierte Medizin» = Zahlenmedizin?

    Zahlenmedizin

    Was «evidenzbasierte Medizin» ist und weshalb sich nur ein Bruchteil der medizinischen Therapien wirklich darauf abstützt. Und eine Antwort auf die Frage, warum das Thema nur wenige interessiert.

    Pascal Biber

  • Was sagt der Hausarzt?

    Was sagt der Hausarzt?

    Stefan Neuner-Jehle ist seit zwanzig Jahren Hausarzt mit eigener Praxis in Zug. Daneben arbeitet er als Wissenschaftler am Institut für Hausarztmedizin der Universität Zürich.

    Er macht gute Erfahrungen, seine Patientinnen und Patienten offen über den jeweiligen Stand des Wissens bezüglich einer Therapie zu informieren, auch wenn das manchmal bedeutet, nicht weiterhelfen zu können.

    Pascal Biber

  • Wollen Patientinntn und Patienten wirklich solide wissenschaftliche abgestützte Medizin?

    Was sagt die Patientin?

    Welche Art von Medizin wollen Patientinnen und Patienten? Ist es wirklich die solide wissenschaftlich abgestützte? Kontext macht die Probe aufs Exempel: Porträt der 85-jährigen Patientin Margot Ambühl mit unerklärlichen inneren Blutungen.

    Pascal Biber

  • Auch dsa Pflegepersonal muss auf dem Stande der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse sein.

    Was machen die Pflegefachpersonen?

    Nicht nur die Ärztinnen und Ärzte müssten nach den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen handeln, sondern auch die Pflegefachpersonen. Doch dafür müssen sie Studien lesen und Statistiken verstehen.

    Muss das denn sein? Brauchen wir die Pflegenden nicht viel dringender am Bett der Patientinnen und Patienten? Das eine schliesst das andere nicht aus. Das zeigt ein Augenschein in einer Klasse von Pflegenden, die an der Berner Fachhochschule berufsbegleitend den Bachelor in Pflege absolvieren und dabei auch Weiterbildung in Statistik und Forschungsmethode erhalten.

    Pascal Biber

Moderation: Monika Schärer, Redaktion: Pascal Biber