Nur Liebhaberei? Amateure in der Musik

  • Freitag, 8. Juni 2018, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 8. Juni 2018, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Freitag, 8. Juni 2018, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Sie singen mit Leidenschaft in einem Chor, spielen im Orchester oder kreieren Pop-Songs im heimischen Studio: Amateur-Musikerinnen und -Musiker. Wer sind sie, wie innovativ ist ihre Musik und welche Rolle spielen sie im Musikleben?

«Amateur» kommt von «amare» (lieben) und «Dilettant» von «diletto» (Vergnügen). Liebe für die Musik und Vergnügen am Musizieren – das empfinden auch professionelle Sänger, Geigerinnen und Komponisten, die damit ihren Lebensunterhalt verdienen. Dennoch wird Amateurinnen und Amateuren oft eine besondere Leidenschaft attestiert. Wer sind diese Menschen, die aus Liebhaberei Musik machen? Wie innovativ sind sie und welche Rollen spielen sie im Musikleben? Kontext beleuchtet Amateur-Projekte und diskutiert die Vor- und Nachteile mit Chorleiterin Abélia Nordmann und dem Popmusiker George Hennig.

Beiträge

  • Das Projekt «Looping Journey" zeigt drei Laienchöre in den Ausstellungsräumen des Kunstmuseums Basel.

    Vom Amateur-Chor zum Komponier-Kollektiv

    Musik erschaffen – das ist in der Klassik meist den ausgebildeten Komponistinnen und Komponisten vorbehalten.

    Dass es auch anders geht, zeigt das Projekt «Looping Journey»: Drei Basler Laienchöre wagen ein Experiment: Statt nach Noten zu singen, improvisieren sie in den Ausstellungsräumen des Kunstmuseums Basel Musik, indem sie sich dort von den ausgestellten Werken inspirieren lassen. Später werden die Improvisationen zu Kompositionen verfestigt und von den Hobby-Sängerinnen und -Sängern selbst notiert – die Chöre werden so zu Komponier-Kollektiven.

    Jenny Berg

  • Die meisten Schweizer Bands können von ihrer Musik nicht leben, die Bandmitglieder verdienen ihren Lebensunterhalt in anderen Berufen.

    Ein guter Song bleibt ein guter Song – egal wer ihn spielt

    Im Rock und Pop ist die Grenze zwischen Amateuren und Profis viel fliessender als in der Klassik. Etliche Pop-Stars waren und sind Autodidakten. Auch hat eine professionelle musikalische Ausbildung meist wenig Einfluss darauf, ob es ein Song in die Hitparade schafft.

    Die meisten Schweizer Bands können von ihrer Musik nicht leben, die Bandmitglieder verdienen ihren Lebensunterhalt in anderen Berufen. Dennoch wird ihre Musik hochprofessionell produziert und aufgeführt. Ein Besuch beim Blues-Bassisten Fabio Bianchi und beim Pop-Musiker George Hennig.

    Jenny Berg

  • im Rahmen eines Projekts der Berliner Philharmoniker sind hunderte von Amateur-Musikerinnen und -Musiker nach Berlin gekommen.

    Ad-hoc-Orchester mit Musizierenden aus der ganzen Welt

    Amateur-Musikerinnen und -Musiker, die klassische Musik spielen, gibt es in der ganzen Welt. Hundert von ihnen sind nach Berlin gekommen, um dort gemeinsam in einem Ad-hoc-Orchester ein Konzert zu geben – im Rahmen eines Projekts der Berliner Philharmoniker.

    Was fasziniert Menschen aus Japan, Australien und Bolivien an klassischer Musik, dass sie von so weither dafür anreisen? Welchen Stellenwert hat Klassik in ihren Heimatländern, wie leicht finden sie dort andere Menschen zum gemeinsamen Musizieren? Und mit welchen Berufen lässt sich in diesen Ländern ein so zeitintensives Hobby vereinbaren?

    Jenny Berg

Autor/in: Jenny Berg, Moderation: Brigitte Häring, Redaktion: Sabine Bitter