Nur raus aus der Forschung!

  • Mittwoch, 14. Oktober 2015, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 14. Oktober 2015, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 14. Oktober 2015, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Die Wissenschaft steckt in einer Nachwuchskrise. Viele Talente verlassen frustriert die Akademie. Warum ist das so, und was könnte man dagegen tun?

Eine wissenschaftliche Karriere ist kaum zu planen. Denn es gibt sehr viel Nachwuchs und nur sehr wenig feste Stellen an den Hochschulen. So hangeln sich die meisten jungen Forscherinnen und Forscher von einer befristeten Stelle zur nächsten. Bis sie irgendwann genug haben von den prekären Lebensverhältnissen und sich einen anderen Beruf suchen. Für viele Jobs sind sie dann allerdings überqualifiziert. Wir porträtieren einige «Aussteiger» und diskutieren mit den Experten Angelika Kalt vom Schweizerischen Nationalfonds und Caspar Hirschi von der Hochschule St. Gallen über das Problem.



Beiträge

  • Vielen Nachwuchs-Forschern wird das Arbeiten für die Wissenschaft zu dumm.s

    Komplizierte Lebensgestaltung

    Forscherinnen und Forscher müssen enorm flexibel sein. Sie müssen immer wieder das Land wechseln, vielleicht sogar samt Familie. Sie müssen mit wenig Geld auskommen und unter grossem Druck arbeiten. Manchen wird das zu dumm und sie steigen aus.

    Porträt eines Philosophen, der der Wissenschaft den Rücken gekehrt hat und heute in der Verwaltung arbeitet. Ausserdem: Ein erster Teil des Gesprächs mit den Experten Angelika Kalt vom Schweizerischen Nationalfonds und Caspar Hirschi von der Hochschule St. Gallen zum Problem der persönlichen Lebensgestaltung.

    Thomas Häusler, Hanna Wick

  • Bei den Biologen ist der Konkurrenzkampf besonders hart.

    Im Haifischbecken

    Blick auf ein Fachgebiet, in dem das Problem besonders gross ist: die Biologie. Wir hören von einem Biologen, der sich vor Kurzem von der akademischen Laufbahn verabschiedet hat.

    Ein Personalvermittler erzählt, wieso es für Biologinnen und Biologen mit einem Doktorat in der Tasche oft schwer ist, eine Stelle ausserhalb der Hochschule zu finden. Und wir lernen einen Biologen kennen, der nach einem Abstecher in die Finanzbranche nun doch wieder weiterforscht. Ausserdem: Teil zwei des Expertengesprächs mit Angelika Kalt und Caspar Hirschi zur Frage, ob es vielleicht zu viele Forschende gibt.

    Hanna Wick

  • Vom der Forschung in die Geschäftswelt: Viele Unis untrstützen diesen Schritt.

    Das Eigene wagen

    Wenn man viele Jahre in der Forschung war, ist es nicht leicht eine Stelle ausserhalb zu finden. Manche Forschende werden da erfinderisch und gründen einfach eine eigene Firma. Oft werden sie dabei von ihrer Alma Mater unterstützt.

    Denn: Wie viele Start-up-Firmen ein Land hervorbringt, ist zu einer wichtigen Kennziffer für Innovation geworden. Porträt einer Gründerin eines solchen Start-ups.

    Und Teil 3 des Expertengesprächs mit Angelika Kalt und Caspar Hirschi mit Meinungen dazu, was von der Schweizer Politik in nächster Zukunft zum Thema wissenschaftlicher Nachwuchs zu erwarten ist.

    Hanna Wick

Autor/in: Hanna Wick, Thomas Häusler, Moderation: Eric Facon, Redaktion: Christoph Keller