Partnerschaftliche Rollenteilung als Erfolgsmodell?

  • Mittwoch, 21. Februar 2018, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 21. Februar 2018, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 21. Februar 2018, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Die partnerschaftliche Aufteilung von Kinderbetreuung und Hausarbeit ist in Beziehungen ein Dauerbrenner, umso mehr als der Leistungsdruck im Beruf für Frauen und Männer steigt.

Seit gut einem Vierteljahrhundert versuchen Eltern die Idee umzusetzen, sich die Berufsarbeit, den Haushalt und die Kinderbetreuung zu teilen. Eine Idee, welche die Sozialwissenschaftlerin Margret Bürgisser von Anfang an interessiert hat. Deshalb hat sie in einer Langzeitstudie 28 Elternpaare befragt, die bei der Erwerbsarbeit und zu Hause «halbe-halbe» machen.

«Kontext» zeigt auf, welche Erfahrungen Paare mit diesem Familienmodell machen. Dabei geht es auch um die Frage, was bei Trennungen mit der partnerschaftlichen Rollenteilung passiert und was die Politik punkto Vereinbarkeit von Beruf und Familie innerhalb der letzten Generation geleistet hat.

Beiträge

  • Egalitäre Rollenteilung: Ein täglicher Hürdenlauf

    Elena und Christian praktizieren das sogenannte partnerschaftliche Rollenmodell: Das Paar teilt sich die Haushaltsarbeit und die Betreuung des Kindes, und beide arbeiten Teilzeit.

    Für sie war von Anfang an klar, dass sie dieses Familien-Modell anwenden werden. Es entspricht ihrem Verständnis einer gleichberechtigten Beziehung. Doch das Modell verlangt ihnen einiges ab. Besonders die Nächte stellen das Paar auf eine Beziehungsprobe.

    Julia Voegelin

  • «Papi-Zmittag» und «Mami-Znacht»

    Was kommt heraus, wenn Eltern Haushalt, Kinderbetreuung und Berufsarbeit teilen? Das zeigt die neue Studie der Soziologin Margret Bürgisser auf, die 28 Paare während zwanzig Jahren bei der partnerschaftlichen Rollenteilung begleitet.

    Erstmals kommen dabei auch die Töchter und Söhne zu Wort, die mit dem alternativen Familienmodell aufgewachsen sind.

    Literaturhinweis: Margret Bürgisser: Partnerschaftliche Rollenteilung - ein Erfolgsmodell, hep Verlag, 2017.

    Sabine Bitter

  • Wie eine partnerschaftliche «Trennung» gelingen kann

    Wenn die Liebe zu Ende geht, schwindet das Vertrauen. Der Mensch, der einem am nächsten war, wird plötzlich zum Fremden. Es kommt zur Krise und zum Wunsch, sich zu trennen.

    Was bedeutet dies für die Betreuung der Kinder? Was muss geregelt werden? Und wie kann dabei die egalitäre Rollenteilung aufrechterhalten oder möglich werden?

    Kaa Linder hat mit der Zürcher Rechtsanwältin Jeanne DuBois gesprochen, die sich seit vielen Jahren mit dem Familienrecht befasst und weiss, wie eine partnerschaftliche Trennung gelingen kann.

    Kaa Linder

  • Was wurde politisch erreicht?

    Seit 23 Jahren arbeitet die Eidgenössische Kommission für Familienfragen an Massnahmen für die Gleichstellung von Müttern und Vätern. Unter anderem verlangt sie, wie es in anderen europäischen Ländern längst Standard ist, dass auch in der Schweiz eine Elternzeit eingeführt wird.

    Doch der entsprechende Vorschlag liegt noch immer in der Schublade. Was wurde politisch wirklich erreicht?

    «Kontext» im Gespräch mit Monika Pfaffinger, Vize-Präsidentin der Eidgenössischen Kommission für Familienfragen.

    Julia Voegelin

Autor/in: Sabine Bitter, Kaa Linder, Julia Voegelin, Moderation: Bernard Senn, Redaktion: Sabine Bitter