Pierre Boulez – zum Tod eines Musik-Giganten

  • Donnerstag, 7. Januar 2016, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 7. Januar 2016, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 7. Januar 2016, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Er war Komponist und Dirigent, er gründete Orchester, Institute, Akademien und er stand als Mentor hinter mehreren Neubauten, etwa der Philharmonie de Paris. Pierre Boulez, der am Dienstag im Alter von 90 Jahren in seiner Wahlheimat Baden-Baden verstorben ist.

Die vielen Tätigkeiten von Pierre Boulez lassen sich schwer auf einen Nenner bringen. Ausgehend von seiner Tätigkeit als Komponist in den 1950er Jahren, der Zeit des radikalen Serialismus, befand sich Boulez auf einem Lebensweg, der zum Ziel hatte, der neuen Musik von heute und der neuen Musik früherer Zeiten ihren Platz zu verschaffen.

Kontext bringt dazu einen klingenden Lebenslauf, unterhält sich mit dem Boulez-Kenner und Freund Matthias Pintscher und mit Dominik Deuber von der Lucerne Academy, einer Gründung Pierre Boulez‘.

In einem längeren Gespräch kommt der ehemalige SRF-Redaktor Roland Wächter zu Wort, der Pierre Boulez in seiner Arbeit mehrmals getroffen hat.

Beiträge

  • Pierre Boulez, ca. 1980.

    Klingender Lebenslauf

    Beinahe hätte Pierre Boulez Mathematik studiert. Sein Faible für Zahlen und sein glasklares logisches Denken hat er sich zeitlebens bewahrt. Musik nur aus dem Instinkt gab es für ihn nicht.

    Theresa Beyer

  • Stets am Neuen interessiert

    Er wollte einst die Opernhäuser in die Luft sprengen. So ein berühmtes Zitat, das Pierre Boulez wohl eher metaphorisch gemeint hat. Das sagt der Boulez-Kenner und ehemalige SRF-Redaktor Roland Wächter im Gespräch.

    Pierre Boulez war ein Künstler im umfassenden Sinne. Als Komponist, Dirigent, Musikforscher, der stets am Neuen interessiert war. Was jemand schon einmal gemacht hatte, interessierte ihn nicht mehr.

    Benjamin Herzog

Autor/in: Benjamin Herzog, Theresa Beyer, Roland Wächter, Moderation: Hansjörg Schultz, Redaktion: Raphael Zehnder