Plötzlich Uran im Körper

  • Dienstag, 5. Dezember 2017, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 5. Dezember 2017, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 5. Dezember 2017, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Anfang 2017 fand ein Schweizer Arzt und Wissenschaftler im Urin seiner Patienten teilweise grosse Mengen Uran - woher es kam, ist bis heute rätselhaft.

Klar ist: Seit Jahrzehnten verseuchen Landwirte unsere Äcker mit diesem Schwermetall. Das radioaktive und giftige Element Uran ist zunächst einmal in vielen Phosphatdüngern enthalten. Uran ist aber auch ein natürlicher Bestandteil des Bodens. Doch so viel ist auch gesichert - dass menschliche Aktivitäten aus ihm einen gefährlichen Stoff machen.

Uran dient nicht nur als Brennstoff für Atomkraftwerke, es wird auch zu panzerbrechender Munition verarbeitet. Noch sind die Grenzwerte in der Schweiz und im umliegenden Europa nicht überschritten, eine gesundheitliche Gefährdung konnte noch nicht systematisch nachgewiesen werden - aber Vorsicht, sagen Experten, ist dennoch angesagt.

Eine Recherche zu einer bislang unbekannten Gefahr.

Beiträge

  • Uranylacetat

    Plötzlich Uran im Urin

    Zwischen dem 22. Februar und 11. Mai 2017 findet ein Arzt in der Schweiz im Urin von untersuchten 39 Patienten unüblich hohe Mengen Uran 238.

    Viele Patienten klagen über Müdigkeit, Apathie - möglicherweise waren das die Folgen der Verseuchung mit Uran.

    Peter Jaeggi

  • Das seltene Uranmineral Billietit

    Eine Spurensuche, woher das Uran kommen könnte

    Woher könnte das Uran stammen, das Menschen vermutlich in einem grossen Teil der Schweiz und Deutschlands und vielleicht unbemerkt auch in anderen Teilen Europas aufgenommen hatten?

    Uran, so viel ist klar, hat nicht nur natürliche Ursachen, sondern es wird auch in nicht ungefährlichen Mengen freigesetzt - bei panzerbrechender Munition, zum Beispiel.

    Peter Jaeggi

  • Bauer beim Düngen

    Uran auf dem Acker

    Uran kommt vor allem im Dünger vor, und er reichert sich in den Böden an. Schuld daran ist das Phosphat, das Elemente von Uran enthält. Experten warnen seit Jahren davor, dass hier eine schleichende Gefahr für Mensch und Umwelt droht.

    Peter Jaeggi

  • Herstellung von spaltfähigem Uran

    Die Frage nach den Grenzwerten

    Wie bei allen Belastungen der Umwelt durch Schwermetalle stellt sich auch beim Uran die Frage, wie diese gemessen werden.

    Der Bund überwacht das Vorkommen von Uran systematisch mit Messstationen und achtet darauf, dass die Grenzwerte nicht überschritten werden. Der Spezialist in dieser Materie ist Philipp Steinmann vom Bundesamt für Gesundheit.

    Christoph Keller

Autor/in: Peter Jaeggi, Christoph Keller, Moderation: Bernard Senn, Redaktion: Michael Sennhauser