Private Gelder für die Unis – ist die freie Forschung in Gefahr?

  • Freitag, 22. April 2016, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 22. April 2016, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Freitag, 22. April 2016, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Schweizer Unis setzen vermehrt auf private Gelder. Über 300 Professuren werden in der Schweiz gestiftet oder gesponsert. Daneben unterhalten Professorinnen und Professoren zahlreiche Verbindungen in die Privatwirtschaft. Ist das eine Chance? Oder ist im Gegenteil die Forschungsfreiheit in Gefahr?

Schweizer Unis setzen vermehrt auf private Gelder, um Forschung zu finanzieren – und ganz allgemein auf Kooperationen mit Privaten. Eine Zusammenstellung von SRF ermöglicht erstmals einen Überblick über das Ausmass: Über 300 Professuren werden in der Schweiz gestiftet oder gesponsert.

Daneben unterhalten Professorinnen und Professoren zahlreiche Verbindungen in die Privatwirtschaft. Ist das eine Chance? Oder ist im Gegenteil die Forschungsfreiheit in Gefahr? Passagen in einigen erstmals zugänglichen Verträgen zwischen Universitäten und Privaten sind für Kritiker «no goes», während Beteiligte die Aufregung nicht verstehen.

Im Studio diskutieren: Der Staatsrechtler Markus Müller, Initiant des «Zürcher Appells» für die Wahrung der wissenschaftlichen Unabhängigkeit, und Paul Richli, der Jurist und Rektor der Universität Luzern, der eine ganze Fakultät mehrheitlich mit privaten Geldern aufgebaut hat.

Beiträge

  • Keine Transparenz: Wie sich die Forschung in der Schweiz finanziert, ist häufig schwierig nachzuvollziehen.

    Die Recherche

    Wer wissen möchte, wie viel Geld von Stiftungen, Unternehmen oder Privatpersonen an die Schweizer Universitäten fliesst, muss sich diese Information mühsam zusammensuchen. Dasselbe gilt für die Nebenbeschäftigungen von Professorinnen und Professoren in Unternehmen, Stiftungen und Kommissionen.

    Und noch schwieriger wird es, wenn es um konkrete Verträge zwischen Universitäten und Privaten geht.

    SRF veröffentlicht nun einen Teil dieser Informationen gebündelt (s. Link). Das Wichtigste in Kürze.

    Pascal Biber

  • Bedrohen private Geldgeber und Interessenskonflikte die Forschungsfreiheit?

    Die Debatte

    Bedrohen private Geldgeber und Interessenskonflikte wirklich die Forschungsfreiheit? Es debattieren der Staats- und Verwaltungsrechtler Markus Müller, Professor an der Universität Bern und einer der prononciertesten Gegner von zu engen Banden mit Privaten, und Paul Richli, Rektor der Universität Luzern, der als solcher mit privaten Geldern eine Wirtschaftsfakultät aufgebaut hat.

    Pascal Biber

Autor/in: Pascal Biber, Moderation: Monika Schärer, Redaktion: Ellinor Landmann