Psychiatrie und Kultur: vom bösen Blick und anderen Flüchen

  • Mittwoch, 22. Juni 2016, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 22. Juni 2016, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 22. Juni 2016, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Weltbank und WHO mahnen den Zustand der psychiatrischen Versorgung an. Menschen aus und in Entwicklungs- und Schwellenländern sind besonders betroffen.

Millionen von psychisch kranken Menschen weltweit bekommen keine Hilfe. Fachleute wissen das - und trotzdem ändert sich daran wenig. Besonders in Entwicklungs- und Schwellenländern gibt es kaum eine Behandlung für Menschen mit psychischen Erkrankungen – obwohl Krieg und Krisen für grosses Leid sorgen.

Migranten aus solchen Ländern kommen denn auch häufig psychisch schwer belastet in die Schweiz. Welche Geschichten bringen sie mit? Welche psychologische Hilfe erhalten sie hier?

Beiträge

  • In Äthiopien existieren praktisch keine psychiatrischen Institutionen.

    PSY oder die Angst vor dem bösen Blick

    Äthiopien hat 80 Millionen Einwohner – und 34 Psychiater. Ein Feature über eine psychiatrische Klinik in einer Kleinstadt

    Oliver Ramme

  • In vielen armen Ländern ist die psychiatrische Versorgung inexistent.

    Kein Psychiater, nirgendwo

    In den ärmeren Ländern gibt es fast keine Behandlung für Menschen mit psychischen Problemen. In ganz Somalia zum Beispiel gibt es einen einzigen Psychiater. Forscher bilden nun Laien zu Therapeuten aus, die dort Hilfe bringen können, wo es kein ausgebildetes Fachpersonal gibt.

    Thomas Häusler

  • Menschen aus Kriesenregionen leiden oft unter posttraumatischen Symptomen.

    Traumata migrieren mit

    Von jenen Menschen aus Krisenregionen, die in der Schweiz Asyl suchen, leiden schätzungsweise 30 bis 40 % unter posttraumatischen Symptomen. Welche Geschichten verfolgen sie, welche Probleme kommen hier neu auf sie zu? Ein Portrait.

    Katharina Bochsler

  • Ethnopsychologin Heidi Schär Sall und Stationsleiter Janis Brakowski.

    Transkulturelle Psychiatrie in der Schweiz

    Etwa ein Drittel der anerkannten Flüchtlinge in der Schweiz sind traumatisiert durch Krieg, Verfolgung und Flucht. Doch auch MigrantInnen, die in ihrem Ursprungsland keine traumatischen Erlebnisse hatten, sind psychisch oft schwer belastet. Denn Migration ist per se ein grosser Risikofaktor.

    Wie ist die Schweizer Psychiatrie auf diese Patientengruppe vorbereitet?

    Katharina Bochsler

Autor/in: Katharina Bochsler und Thomas Häusler, Moderation: Monika Schärer, Redaktion: Michael Sennhauser