Serie: Ins Rollen gebracht – privates Sponsoring an Hochschulen

  • Dienstag, 25. Juli 2017, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 25. Juli 2017, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 25. Juli 2017, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Von der Kritik zur Lösung: 2013 traten Professorinnen und Bürger mit dem Zürcher Appell an die Öffentlichkeit: Sie warnten, dass die Universitäten zu stark auf Sponsoring setzen. Das gefährde ihre Unabhängigkeit. Seither mussten Hochschulen Sponsoringverträge offenlegen und sie gelobten Transparenz.

Anlass für den Zürcher Appell war ein aufsehenerregender Sponsoringvertrag, den die Universität Zürich mit der UBS 2012 abschloss: die Bank sicherte der Hochschule 100 Millionen Franken zu, um ein ökonomisches Institut aufzubauen. Dies führte zu kritischen Debatten, unter anderem auch in Kontext.

Der Rückblick zeigt: seither ist einiges passiert: Sponsoringverträge mussten offengelegt werden, weil Journalisten dies unter Berufung auf das Öffentlichkeitsgesetz durchsetzten. Die Universitäten verstärkten die Transparenz aber auch von sich aus, manche veröffentlichen zum Beispiel Verzeichnisse mit Interessenbindungen ihrer Professorinnen und Professoren.

Beiträge

  • Studenten protestieren 2013 gegen den Sponsoringvertrag zwischen der Universität und der UBS.

    Gefährdete Forschungsfreiheit?

    Im März 2013 debattierten in Kontext der Berner Rechtsprofessor Markus Müller und der damalige Präsident der ETH Zürich, Ralph Eichler. Müller ist Mit-Initiant des Zürcher Appells, der vor zu viel privatem Sponsoring der Universitäten warnt.

    Eichler vertrat die Meinung, dass die ETH Zürich auf Sponsoring angewiesen sei, ihre Unabhängigkeit aber genügend schütze.

    Thomas Häusler

  • Eine unabhängige Forschung soll durch mehr Transparenz beim Sponsoring gewährleistet werden.

    Mehr Transparenz

    Ein Rückblick auf die letzten vier Jahre zeigt, dass die Universitäten transparenter geworden sind, wenn es ums Sponsoring geht. Sie taten dies aus eigenem Antrieb, aber auch auf Druck.

    Thomas Häusler

  • Michael Hengartner, Leiter der Universität Zürich, findet Transparenz wichtig, die Uni müsse aber ihre Interessen sichern.

    Genügend Transparenz?

    Sind die Fortschritte bei der Transparenz genügend? Ist die Unabhängigkeit der Forschung nun sicher genug?

    Darüber debattieren der Berner Rechtsprofessor Markus Müller und der Rektor der Universität Zürich, Michael Hengartner. Müller ist Mit-Initiant des Zürcher Appells, Hengartner auch Präsident der Schweizer Hochschulrektorenkonferenz Swissuniversities.

    Thomas Häusler

Autor/in: Thomas Häusler, Moderation: Hansjörg Schultz, Redaktion: Raphael Zehnder, Dagmar Walser