Spitex im Clinch

  • Freitag, 1. April 2016, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 1. April 2016, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Freitag, 1. April 2016, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Alle Menschen möchten möglichst lange zu Hause gepflegt werden und auch im eigenen Bett sterben. Die Spitex hat also alle Hände voll zu tun. Aber ihre Hände sind oft gebunden durch Rechtfertigungszwang und Papierkrieg, der sie an der eigentlichen Arbeit hindert.

Es gibt 2 Megatrends. Erstens: Wir werden immer älter. Am Schluss des Lebens aber sind wir in der Regel von mehreren chronischen Krankheiten betroffen. Das macht die Versorgung komplex. Zweitens: Ambulant vor stationär. Die meisten Menschen möchten in ihren eigenen vier Wänden gepflegt, verarztet und unterstützt werden.

Wie viel aber darf komplexe Krankenpflege vor Ort eigentlich kosten? Wie autonom dürfen Spitexfachleute entscheiden? Wie kontrollierend sind die Krankenkassen? Und wie sinnvoll ist die minutiöse Dokumentierung jeder Handreichung?

Darüber debattieren ausgehend von konkreten Krankengeschichten der Hausarzt Michael Deppeler, die Spitexfachfrau Marlis Glaus und der Gesundheitsökonome Bernhard Güntert.

Beiträge

  • Eine Spitexpatientin.

    Wenn es nicht mehr geht, ab ins Spital!

    Das Kostendach bei einer polymorbiden Patientin ist ausgeschöpft. Mehr Spitex wird von der Krankenkasse abgelehnt. Die Frau muss darum ins Spital. Das kommt am Schluss teurer. Wo ist da die Kostenlogik?

    Cornelia Kazis

  • Spitex.

    Zweiklassenmedizin

    Eine demente Frau mit wunder Haut und einer gravierenden Schulterverletzung sprengt die ihr zustehenden Spitexleistungen. Ihr Sohn zahlt, das was über die Grundversorgung hinausgeht aus eigenem Sack. Ist das das Einfallstor zur Zweiklassenmedizin?

    Cornelia Kazis

  • Spitex.

    Von Fall zu Fall unterschiedlich

    Eine sehr gut ausgebildete Spitexfrau erkennt bei einem alten Krebspatienten mit grossen Schmerzen sehr schnell wir gross der Beratungs- und Vernetzungsbedarf ist und meldet sich proaktiv bei der Controllerin der Krankenkasse. Mit grossem Erfolg. Grünlicht für alle erfoderlichen Leistungen.

    Ohne wenn und aber. Woran liegt es?

    Cornelia Kazis

  • Spitex.

    Die Dauerwunde namens Misstrauen

    Immer wieder erleben Spitexfachleute, dass sie jede Handreichung genauestens dokumentieren und begründen müssen. Das kostet Zeit und Geld, führt vom Kernwissen und vom Kerngeschäft der Pflegefachleute weg und wirkt wir ein chronisches Misstrauensvotum. Muss das sein?

    Cornelia Kazis

Autor/in: Cornelia Kazis, Moderation: Brigitte Häring, Redaktion: Sabine Bitter