Vom Matterhorn zum Markenhorn

  • Dienstag, 14. Juli 2015, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 14. Juli 2015, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 14. Juli 2015, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Das Matterhorn wurde vor 150 Jahren zum ersten Mal bestiegen. Was damals als Wettkampf der Nationen drei Tage dauerte und als Tragödie endete, hat der junge Schweizer Profi-Alpinist Dani Arnold in 106 Minuten geschafft.

18 Versuche waren nötig, bis sieben Männer am 14. Juli 1865 endich auf dem Matterhorn, dem Berg der Berge, standen. Drei Tage vor ihren Konkurrenten, die von der italienischen Seite aus gestartet waren. Allerdings geriet dieser Triumph zur Tragödie, denn vier Männer stürzten beim Abstieg über die Nordwand ab. Seit der Erstbesteigung hat das Matterhorn rund 500 Tote gefordert und gleichzeitig den Tourismus in Zermatt gehörig angekurbelt.

Alpinjournalist Daniel Anker widmet dem Matterhorn eine ausführliche Bergmonografie; die Alpinjournalistin Caroline Fink erklärt, warum das Matterhorn ein Männerberg ist; der Schweizer Extrembergsteiger Dani Arnold sagt, wie er die Nordwand in 106 Minuten geschafft hat und der Sportphilosoph Arno Müller macht sich seine Gedanken zu den leistungsverrückten Männern am Berg.

Beiträge

  • An der Eiger-Nordwand: Dani Arnold (l.) und Ueli Steck.

    106 Minuten für die Nordwand: «Ich mache das nur für mich»

    Der junge Profi-Alpinist Dani Arnold aus dem Urnerland wetteifert mit Ueli Steck.

    Im Speedlauf in der Eiger-Nordwand hat er Steck mit 20 Minuten übertrumpft und wurde so auf einen Schlag zum Star. Jetzt - zum 150 Jahr-Jubiläum - hat der junge Urner den Speedrekord am Matterhorn geknackt. Ein Porträt.

    Karin Salm

  • Schreibt über ihre Leidenschaft: Bergsteigerin und Alpin-Journalistin Caroline Fink.

    Wie aus dem Matterhorn ein Marter- und dann ein Markenhorn wurde

    Warum war das Matterhorn vor 150 Jahren regelrecht umkämpft? Warum hat das Matterhorn weltweit 238 Doppelgänger? Warum gelangen den Frauen am Matterhorn keine Heldentaten?

    Antworten haben der Alpinjournalist Daniel Anker in seiner druckfrischen Matterhorn-Monografie und Caroline Fink, Autorin des Buches «Erste am Seil - Pionierinnen in Fels und Eis». Eine Diskussion.

    Karin Salm

  • Extremsport und Existenzphilosophie: Arno Müller von der Uni Leipzig.

    Todesnähe gehört zum Bergsport

    Der deutsche Sportphilosoph Arno Müller ist überzeugt, dass es sich lohnt, den Extrem-Alpinismus aus existenzphilosophischer Warte zu betrachten. Ein Gespräch.

    Karin Salm

Autor/in: Karin Salm, Moderation: Hansjörg Schultz, Redaktion: Ellinor Landmann