Warum gähnen wir?

Warum gähnen wir? Dazu gibt es fast ein Dutzend Thesen: Sauerstoffzufuhr. Stressabfuhr, Schlafabwehr - oder ist der weitgeöffnete Kiefer etwa als Zeichen des Mitgefühls zu werten? «Kontext» bringt Neues zu einem ganz alltäglichen Phänomen.

Am ersten Schultag: Müdigkeit oder Sympathiebekundung?
Bildlegende: Am ersten Schultag: Müdigkeit oder Sympathiebekundung? keystone

Alle tun es. Wirbeltiere, Vögel und Fische und auch Menschen gähnen rund zehn Mal pro Tag. Aber wieso eigentlich? Wozu sind die weit aufgesperrten Kiefer gut? Dient das Gähnen der Sauerstoffanreicherung, der Schlafverhinderung, dem Druckausgleich im Ohr? Hemmt es den täglichen Stress? Oder ist das seltsame Geräusch, das man höflicherweise hinter vorgehaltener Hand zu mindern sucht, gar ein Ausdruck von Mitgefühl?

Die Frage ist erstaunlich mysteriös geblieben. Immerhin muss die alltägliche Gähnerei doch einen tieferen Sinn haben. «Kontext» bringt Neues aus der Chasmologie, der Erforschung des Gähnens.