Was ist bloss in der Arktis los?

  • Montag, 26. Juni 2017, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 26. Juni 2017, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Montag, 26. Juni 2017, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Im hohen Norden folgt ein Temperaturrekord dem nächsten, sogar im Winter herrscht Tauwetter, das Meereis nimmt rasant ab. Die Veränderungen wälzen Ökosysteme um, gefährden Menschenleben und sie stellen die Forscher vor Rätsel. Ein Augenschein auf Spitzbergen, das besonders betroffen ist.

Die Arktis erwärmt sich doppelt so schnell wie der Rest des Planeten, und in manchen nördlichen Regionen sind die Temperatursprünge noch grösser.

Auf dem norwegischen Spitzbergen, zum Beispiel, war die Durchschnittstemperatur im letzten Winter 10 Grad höher als vor drei Jahrzehnten. Diese Entwicklung verändert die Arktis fundamental - und sie hat Auswirkungen auf das Klima in Europa und in anderen Weltgegenden.

Beiträge

  • Ein Forscherschiff in Ny-Ålesund auf Spitzbergen

    Im Forscherparadies von Ny-Ålesund

    Ny-Ålesund auf Spitzbergen ist die nördlichste ständig bewohnte Siedlung der Welt. Von da sind es noch etwa 1200 Kilometer zum Nordpol. Das Dorf ist ein einzigartiges arktisches Forschungszentrum: Zehn Länder haben hier eine Forschungsstation, darunter China und Indien.

    In Ny-Ålesund erforschen Wissenschaftler zahlreicher Disziplinen die rasanten Veränderungen in der Arktis. Eine Reportage vom Gletscher, von der Meereisscholle und aus dem Wolkenlabor.

    Thomas Häusler

  • Anfang 19. Jahrhundert fing man noch bedenkenlos Wale – hier 1913 der Prinz von Monaco.

    Eine Geschichte der Naturausbeutung

    Spitzbergen wurde 1596 entdeckt. Keine 20 Jahre später begann der Walfang. Als fast alle Wale tot waren, folgte die Jagd auf Walrosse, danach auf andere arktische Tiere. Und darauf kam der Kohleboom.

    Eine menschliche Geschichte vom Hunger auf Ressourcen.

    Thomas Häusler

  • Einge Häuser in Longyearbyen sind aufgrund des Klimawandels nicht mehr bewohnbar.

    Plötzlich kommen Lawinen

    Die Folgen der starken Erwärmung auf Spitzbergen sind für die Menschen im Hauptort Longyearbyen deutlich zu spüren. Der Permafrostboden taut, einige Häuser sind deswegen bereits unbewohnbar.

    In den letzten zwei Jahren gelangten zwei grosse Lawinen in den Ort und verschütteten Häuser, zwei Menschen starben. Auch das gab es früher nicht.

    Thomas Häusler

  • Die norwegische Regierung vergibt für immer nördlichere Gewässer Ölrechte – wohin führt das?

    Soll Norwegen in der Arktis fossile Brennstoffe ausbeuten?

    Die norwegische Regierung vergibt für immer nördlichere Gewässer Ölrechte. Greenpeace und eine andere Umweltorganisation haben sie deshalb vor Gericht verklagt. Die Ölförderung sei verfassungswidrig, weil sie die Erde nicht für kommende Generationen schütze.

    Thomas Häusler

Autor/in: Thomas Häusler, Moderation: Bernard Senn, Redaktion: Sabine Bitter