«Welche Art von Homosexualität darf es sein?»

  • Donnerstag, 30. Januar 2014, 9:06 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 30. Januar 2014, 9:06 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 30. Januar 2014, 18:30 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

In der Politik sind homosexuelle Partnerschaften kein Problem mehr. Beim Fussball hingegen bedeutet das Outing eines Starspielers eine Sensation.

Die frisch vermaehlten Stephan Diggelmann, rechts, und Bareld Storm, links, küssen sich: Sie sind das erste gleichgeschlechtliche Hochzeitspaar der Schweiz (8. Juli 1995).
Bildlegende: Die frisch vermaehlten Stephan Diggelmann, rechts, und Bareld Storm, links, küssen sich: Sie sind das erste gleichgeschlechtliche Hochzeitspaar der Schweiz (8. Juli 1995). Keystone

Homosexualität wird auf dem Dorf sehr viel weniger toleriert als in der Stadt. Politiker dürfen in westlichen Ländern mittlerweile schwul sein ohne Nachteile befürchten zu müssen. Topmanager sollten sich besser nicht outen, wenn ihnen etwas an ihrer Karriere liegt.

Warum irritiert der schwule Coiffeur weitaus weniger als der schwule Boxer? Und warum müssen homosexuelle Männer mit einer festen Partnerschaft zeigen, dass sie sexuell wie durchschnittliche Heteropaare leben?

Es spielt eine grosse Rolle, wer sich in welcher sozialen und beruflichen Situation zu seiner Homosexualität bekennt. Der gesellschaftliche Umgang mit Homosexualität ist nämlich viel komplexer, als wir gerne glauben.

Die Soziologin Sylka Scholz hat sich in ihrer Forschung speziell mit Männlichkeitsvorstellungen auseinandergesetzt. Sie ist zu Gast in Kontext bei Angelika Schett.

Autor/in: Angelika Schett