Wenn der Boden knapp wird

  • Dienstag, 23. Februar 2016, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 23. Februar 2016, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 23. Februar 2016, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Boden ist ein begehrtes Gut – gerade in der Schweiz, wo das Land knapp und hoch genutzt ist. Umso wichtiger ist es, dass die Politik über Instrumente verfügt, die eine weitere Zersiedlung stoppen und knappem Wohnraum vorbeugen.

Eigentlich gibt es diese Instrumente auch, über Jahrzehnte wurden Raumplanungsgesetze entwickelt und demokratisch ausgehandelt. Trotzdem wird weiterhin Land versiegelt und bebaut, steigen die Bodenpreise, wird mit Grundbesitz spekuliert. Was wiederum Volksinitiativen auslöst wie die Zweitwohnungsinitiative, die Kulturlandinitiative oder aktuell die Zersiedelungsinitiative.

Kontext fragt nach: Reichen die gesetzlichen Grundlagen der Raumplanung nicht aus? Was geschieht hinter den Kulissen, auf Kantons- und Gemeindeebene? Und wie könnte eine Bodenpolitik aussehen, die sich auch tatsächlich umsetzen liesse?

Beiträge

  • Ist Boden ein Gemeingut oder ein Renditeobjekt?

    Knappes Gut Boden – Gemeingut oder Renditeobjekt?

    Steigende Bodenpreise, knapper Wohnraum, Zersiedelung, Spekulation mit Grundbesitz – nirgendwo klaffen Worte und Taten so weit auseinander wir bei unserem Umgang mit Boden.

    Wie kommt das? Welche Instrumente der Raumplanung gibt es? Warum greifen sie oft nicht? Und wie liesse sich Bodenpolitik sonst noch umsetzen? Ein Faktencheck.

    Stefanie Müller-Frank

  • Die Stadt Biel verfolgt schon fast seit hundert Jahren eine aktive Bodenpolitik.

    Biel zum Beispiel – Wie eine aktive Bodenpolitik aussehen kann

    Seit fast hundert Jahren kauft die Stadt Biel gezielt Liegenschaften an, um darüber bestimmen zu können, wie das Land genutzt wird und wie sich die Stadt entwicklen soll. Durch diese aktive Bodenpolitik ist heute ein Viertel des Stadtgebiets im Besitz der Eigentümergemeinde Biel.

    Ein Verkauf stand, trotz knapper Kassen, bislang nie zur Debatte.

    Worüber hingegen heftig diskutiert wird in Biel, ist die Frage, welchen Gewinn die Stadt aus dem eigenen Grundbesitz schlagen sollte.

    Stefanie Müller-Frank

  • Niemand will die Zersiedelung in der Schweiz, trotzdem schreitet sie unaufhaltsam voran.

    Warum es komplex ist, die Zersiedelung zu stoppen

    Niemand will die Zersiedelung der Schweiz und doch schreitet sie scheinbar unaufhaltsam voran. Der Souverän hat zwar schon mehrere Male Instrumente zur Eindämmung befürwortet – ob in der nationalen Zweitwohnungsinitiative oder der kantonalen Kulturlandinitiative.

    Doch funktionieren diese tatsächlich? Dieser Frage stellen sich Felix Kienast, Professor für Landschaftsökologie an der ETH Zürich, und Lukas Bühlmann, Direktor der Schweizerischen Vereinigung für Landesplanung.

    Daniel Theis

Autor/in: Stefanie Müller-Frank, Daniel Theis, Moderation: Hansjörg Schultz, Redaktion: Ellinor Landmann