What about nature's worth? Musik, Soundkunst und der Klimawandel

  • Montag, 29. Januar 2018, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 29. Januar 2018, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Montag, 29. Januar 2018, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Dass Musik für Umwelt- und Klimafragen sensibilisieren kann, wissen wir seit Michael Jacksons «Earth Song». Doch sie bietet zu diesem Thema mehr als pathetische Parolen: Musik reagiert auf und reflektiert über Klimaerwärmung und Instrumentenbauer lernen Nachhaltigkeit auch für ihre Branche denken.

Der Blogger und Klimaforscher Joe Romm hat einmal gesagt: «Wenn man Menschen von einer Sache überzeugen will, dann sind nicht nur rationale Argumente wichtig, sondern auch emotionale.» Und genau solche emotionalen Argumente bringt die Musik und Soundkunst in ein komplexes Thema wie dem Klimawandel ein. Doch wie genau macht Musik und Soundkunst Klimaveränderungen erfahrbar? Ist die klingende Kunst in dieser Debatte wirklich eine relevante Stimme? Und was kann die Wissenschaft von ihr lernen?

«Kontext» trifft einen Komponisten und eine Musikerin, die sich mit dem Schmelzen der Gletscher befassen und hört hinein in das Innere einer Waldföhre im Wallis: was stellt einerseits ein Wissenschaftler und andererseits ein Klangkünstler mit diesen Aufnahmen an? In der Geigenbauwerkstatt Wilhelm in Suhr sucht «Kontext» zudem nach nachhaltigen und heimischen Alternativen für das Tropenholz, das in Instrumenten verwendet wird.

Beiträge

  • Strahlhorn in Saas Fee, Wallis

    Klagelieder: Requiem für Gletscher, Totenmesse für die Erde

    Andreas Zurbriggen lebt im Gletscherdorf Saas-Fee. Seit seiner Kindheit kann er miterleben, wie die Gletscher auf den Viertausendern rund ums Dorf jährlich 20 Meter zurückgehen. Jetzt hat er ein Gletscher-Requiem komponiert.

    In der Konzertperformance «Dies Irae» kombiniert die Geigerin Patricia Kopatchinskaja Werke aus vier Jahrhunderten, um auf das «Brennen der Erde» visuell und akustisch aufmerksam zu machen.

    Jenny Berg

  • Ein Lärchenwald im Wallis

    Soundkunst: Ein Tag im Leben einer Walliser Waldföhre

    Pflanzen und Bäume sind alles andere als stumme, grüne Materie: Je nach Wetter und Tageszeit rauscht, wispert und knirscht es in ihren Stengeln und Stämmen.

    Diese akustischen Fingerabdrücke der Bäume interessieren nicht nur Biologen wie Roman Zweifel, sondern auch Klangkünstler wie Marcus Maeder. Wie nähern sich Wissenschaft und Kunst gemeinsam so einem Thema?

    Yvonne Volkart, Kuratorin und Medienwissenschaftlerin an der FHNW, beobachtet die Ergebnisse dieser künstlerischen Forschung.

    Theresa Beyer

  • Ein Instrumentenbauer bei der Arbeit

    Instrumentenbau: Heimische Fichte statt gefährdetes Tropenholz

    Bisher kam der Instrumentenbau nicht ohne edle Tropenhölzer aus: Palisander in Gitarre, Grenadille in Klarinetten, Ebenholz in den Griffbrettern von Geigen und so weiter. Aber Tropenholz steht unter Artenschutz - und dass der Abbau das Klima gefährdet, ist nicht unbedingt eine neue Erkenntnis.

    Neu ist aber, dass es nun eine Alternative gibt zu diesen Tropenhölzern - entwickelt in einem Gemeinschaftsprojekt zwischen der ETH Zürich und dem Aargauer Geigenbauer Marc Wilhelm.

    Theresa Beyer

Autor/in: Jenny Berg, Theresa Beyer, Moderation: Monika Schärer, Redaktion: Raphael Zehnder