Wie die Manuskripte von Timbuktu gerettet wurden

  • Dienstag, 22. Mai 2018, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 22. Mai 2018, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 22. Mai 2018, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Die Manuskripte von Timbuktu sind von unschätzbarem Wert - und wären um ein Haar in die Hand islamistischer Banden gefallen. Ein neues Buch erzählt, wie sie gerettet wurden.

Im Jahr 2012 fallen islamistische Banden über die Wüstenstadt Timbuktu her, zerstören, was ihrem Glauben widerspricht, brandschatzen, morden.

Die wertvollen Manuskripte, die Zeugnis ablegen über die Geschichte der Stadt und ihres Umfelds vom Mittelalter bis heute, drohten, ebenfalls in die Hände der Islamisten zu fallen.

Dass sie gerettet wurden, ist dem wagemutigen Einsatz der Bürgerinnen und Bürger von Timbuktu zu verdanken. Der Fall zeigt, wie wichtig kulturelle Güter für die Identität der Menschen sind.

Beiträge

  • Alte Manuskripe

    Wie im Kriminalroman

    Drei Männer sind die Strippenzieher hinter der Rettung der wertvollen Manuskripte. Der britische Autor Charlie English erzählt in seinem Buch, wie diese Rettung vor sich ging - eine Geschichte von Wagemut und Glück.

    Simon Leuthold

  • Ein Mann hält Überreste eines Manuskripts in der Hand

    Wenn Geschichten Menschen zusammenbringen

    Geschichten sind wichtig für den sozialen Zusammenhalt, gerade auch und vor allem in Gebieten, in denen viele Ethnien, Kulturen, Religionen aufeinanderstossen - das sagt der Literaturwissenschaftler Mohomodou Houssouba.

    Christoph Keller

  • Leere Boxen auf dem Boden zerstreut

    Was die UNESCO tun kann

    Die Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur der UNO ist manchmal machtlos, wenn Kulturgut in bewaffneten Konflikten in Gefahr gerät.

    Welche Mittel sie dennoch einsetzt, erklärt Mechthild Rössler, Direktorin für das Weltkulturerbe der UNESCO in Paris.

    Christoph Keller

Autor/in: Christoph Keller, Simon Leuthold, Moderation: Monika Schärer, Redaktion: Christoph Keller