Zivil couragiert: Whistleblowing - Mut zum Risiko

  • Freitag, 19. August 2016, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 19. August 2016, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Freitag, 19. August 2016, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Sie riskieren ihre Stelle und ihren Ruf, indem sie Interna aus ihrer Firma nach aussen tragen. Doch ohne Whistleblower blieben viele Missstände im Dunkeln.

Der IT-Beschaffung im Staatssekretariat für Wirtschaft, die Ueberwachungsaktivitäten US-amerikanischer und britischer Geheimdienste, die Vorgänge um Briefkastenfirmen, die eine Kanzlei in Panama zu gründen half ... Ohne beherzte Menschen, die Unregelmässigkeiten an eine geeignete Stelle melden oder an die Oeffentlichkeit bringen, kämen viele Missstände nie ans Licht.

«Kontext» spricht mit Peter Johannes Meier, der beim «Beobachter» mit dem Portal «sichermelden.ch» befasst ist, und mit dem Juristen Martin Hilti, Geschäftsführer von «Transparency International Schweiz» über die Notwendigkeit von Lecks, über Risiken und die Gesetzeslage.

Beiträge

  • Mordechai Vanunu muss bis heute mit Einschränkungen bei persönlichen Freiheiten hinnehmen. Er hatte in den 1980er Jahre die Welt über Israels Atomprogramm informiert.

    «Panama Papers», «WikiLeaks», Snowden ...

    Am Anfang von Skandalen und Geschichten, die Diskussionen auslösen, stehen oft Whistleblower. Nur Insider haben Zugang zu Informationen, deren Brisanz Politik und Gesellschaft erschüttern können. Einige Beispiele.

    Raphael Zehnder

  • Seit 2011 können KMU-Angestellte auf «sichermelden.ch» auf zweifelhafte Praktiken ihrer Firmen aufmerksam machen.

    sichermelden.ch

    Bundesangestellte wenden sich an die Eidgenössische Finanzkontrolle. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Grossunternehmen an eine firmeninterne Stelle.

    KMUs haben meist keine Whistleblowing-Verfahren installiert. Eine Lücke, in die 2011 der «Beobachter» mit seinem Portal «sichermelden.ch» gesprungen ist. Peter Johannes Meier, Leiter des Ressorts Wirtschaft des «Beobachters», kümmert sich um die dort eingehenden Meldungen.

    Raphael Zehnder

  • Rudolf Elmer ist im Moment der bekannteste Whistleblower der Schweiz.

    Warum Geschäftsgeheimnisse weitergeben?

    Gerade für die Korruptionsbekämpfung leisten Whistleblower Grosses. Obwohl sie dem Staat und der Privatwirtschaft viel Geld sparen helfen, sind sie gesetzlich wenig geschützt.

    Wo liegen die Widerstände? Warum haben KMUs kaum Meldestellen? Wie soll jemand vorgehen, der in seinem Betrieb auf Unregelmässigkeiten stösst? Ein Gespräch mit Rechtsanwalt Martin Hilti, Geschäftsführer von «Transparency International Schweiz».

    Raphael Zehnder

Autor/in: Raphael Zehnder, Moderation: Monika Schärer, Redaktion: Dagmar Walser