Aus der Opéra de Lausanne

Die Opéra de Lausanne steckt in einer schwierigen Saison: Das Haus ist wegen Umbaus geschlossen, man singt und spielt in der Salle Metropole, wo sonst vor allem Kabarett, Variété, Jazz geboten wird. «Jetzt erst recht!», hat sich Direktor Eric Vigié gesagt.

Und hat für Händels opulentes Drama Giulio Cesare gleich vier Countertenöre nach Lausanne verpflichtet. Das gab es noch kaum, dass man an einem Abend so viel lernen kann über Sopran- und Mezzo-Altus, über französische und deutsche hohe Männerstimmen und über koloratursingende Wahnsinnige und über wahnsinnige Koloraturen.