Georg Friedrich Händel: «Poro, Re dell'Indie»

Die Begegnung zweier Könige - das war der Stoff, aus dem Georg Friedrich Händel seine Oper «Poro, Rè dell'Indie» schuf. Eine Geschichte ohne Krieg, dafür mit zahlreichen Herzensgeschichten und Verwicklungen.

Am einen Ufer des Flusses Hydaspes steht der Angreifer: Alexander, der Grosse. Hoch zu Ross, hinter ihm seine Armee, mit der er schon unzählige Siege errungen hat. Auf der andern Seite des Flusses der indische König Poro, der seine Stellung mit einem Heer von Elefanten verteidigt. Nichts ist den Pferden verhasster als Elefanten, und einen Moment  lang sieht es gar nicht gut aus.

Aber Alexander greift zu einer List, auf die der Gegner hereinfällt. Nun kann er angreifen, und als erstes macht er mit seinen Bogenschützen die Elefantenreiter unschädlich. Den Rest besorgen die Dickhäuter selbst: sie weichen nach hinten und zertrampeln die eigene Infanterie.

In Händels Oper gibt es allerdings keinen Krieg, dafür zahlreiche Herzensgeschichten und Verwicklungen. Und schliesslich ein Happy-End. Wie in der Realität zieht Alexander ab und gibt dem Tapferen sein Territorium zurück (inklusive Verwüstung und Tote).

Oper in 3 Akten HWV 28

Franco Fagioli, Countertenor (Poro)
Veronica Cangemi, Sopran (Cleofide)
Kristina Hammerström, Alt (Gandarte)
Sonia Prina, Alt (Erissena)
James Gilchrist, Tenor (Alessandro il Tarde)
David Wilson Johnson, Bass (Timagene)
Kammerorchester Basel
Leitung: Enrico Onofri

Konzert vom 4. Juni 2012 im Theater Basel (konzertante Aufführung)