Oper: Georg Friedrich Händel «Agrippina»

Agrippina, die Intrigantin! Ihr Ziel ist simpel: Sohn Nero soll auf den römischen Kaiserthron. Ihre Methoden sind abwechslungsreich: Lügen, Heucheleien, Beschaffung von Claqueuren oder gar Anstiftung zum Mord.

«Agrippina» von 1709 war Händels erster grosser Opern-Erfolg. Und auch heute wird das Werk häufig gespielt, allein in der Saison 2012/13 sind es sieben Produktionen in sieben verschiedenen Städten Europas.

Das Libretto ist eine Zusammenfassung diverser historisch dokumentierter Ereignisse am Hof des römischen Kaisers Claudius. Alle handelnden Personen bis auf den Diener Lesbo haben tatsächlich existiert.

Und Agrippina hält sie über drei Stunden lang auf Trab und scheucht sie durch alle erdenklichen Affekte. Von Leidens- über Jubelarien bis zu pompösen Festaufzügen ist alles dabei. Händel bringt es farbenreich zum klingen und verwendet dabei auch viel musikalisches Material aus früheren Werken von sich selbst und von anderen Komponisten seiner Zeit.

Opera seria in drei Akten; Libretto von Vincenzo Grimani

Ann Hallenberg, Sopran: Agrippina
Renata Pokupic, Sopran: Nerone
João Fernandes, Bass: Pallas (Pallante)
João Lemos, Countertenor: Narcissus
Gevorg Grigoryan, Bass: Lesbo
Kristina Hammarström, Alt: Ottone
Elena Tsallagova, Sopran: Poppea
Umberto Chiummo, Bass: Claudio
Marija Jokovic, Alt: Juno
Chor und Orchester der Flämischen Oper
Leitung: Paul McCreesh

Aufnahme vom 17. November 2012, Flämische Oper, Gent

Redaktion: Moritz Weber