«Partenope» von Georg Friedrich Händel

Königin von Neapel war sie einst, und deswegen hatte sie wohl auch ihre liebe Müh, sich unter allen Verehrern für den richtigen zu entscheiden. Partenope wählt denn auch prompt den Falschen, den eleganten, in höchsten Tönen singenden Beau Arsace.

Der allerdings ist schon verlobt, wie sich beim unerwarteten Auftauchen von Rosmira herausstellt. Natürlich ist Partenope empört, aber wählt, ganz pragmatische Regentin, halt den nächsten aus dem Kreise ihrer Anbeter.Was für eine unmoralische Geschichte - und die Londoner damals schnappten auch prompt nach Luft: Partenope verschwand bald in der Versenkung. Im Händel-Jahr entsteigt sie ihr nun - in Schönheit und Frische. Die Story heute hat Witz und trägt zusammen mit der Musik ohne Probleme über drei Stunden lang. Dazu gehört allerdings auch das erlesene SängerInnen-Team, das sich Christophe Rousset im Theater an der Wien zusammengestellt hat: Christine Schäfer, David Daniels, Terry Weym, Patricia Bardon und Kurt Streit.