Darf es ein Hausarztroman sein?

Ein kitschiger Umschlag, schräge Patienten mit unerklärlichen Krankheiten und ein Hausarzt, dem die Frauen (nicht immer) vertrauen: Patrick Freys Hausarztroman birgt alle Zutaten eines klassischen Heftromans. Und doch will der Autor sein Werk nicht als Trivialliteratur verstanden haben.

Als Volksmusiksängerin Vreni Vollenweider in Dr. Bolligers Praxis auftaucht, kann der Hausarzt noch nicht ahnen, in was für einen Strudel von Verzweiflung und geheimer Leidenschaft er bald gezogen wird.
Bildlegende: Als Volksmusiksängerin Vreni Vollenweider in Dr. Bolligers Praxis auftaucht, kann der Hausarzt noch nicht ahnen, in was für einen Strudel von Verzweiflung und geheimer Leidenschaft er bald gezogen wird. SRF

Patrick Frey hat soeben Band 2 seines Hausarztromans veröffentlicht. In «Das Ekzem war ihr Schicksal» bekommt Dr. Bolliger unter anderem Besuch von Volksmusiksängerin Vreni Vollenweider. Die Dame wird von eigenartigen Ekzemen geplagt. Nach einiger Zeit stösst der Doktor aber auf ganz andere «Weh-Wehchen».

«Dr. Bolliger ist aber kein klassisches Arztheftli», sagt Autor Patrick Frey. Der Verleger und Komiker schreibt zwar mit leichter Feder über die kleinen und grossen Dramen in der Praxis, bleibt aber immer bei der Realität: «Alle medizinischen Fälle sind echt, während Arztheftli meist wenig mit dem medizinischen Alltag zu tun haben.»

Freys Geschichten sind nicht satirisch, aber doch mit einer feinen Prise Ironie angehaucht. Überzeugen Sie sich selbst mit der Leseprobe, exklusiv für DRS 1-Hörerinnen und -Hörer.

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Samuel Schmid